Matcha Me Teil 2

Das große Matchaessen geht weiter. Immer wenn wir einkaufen gehen, was bei einem Selbstversorgerurlaub doch schon recht häufig ist, halten wir Ausschau nach noch unbekannten Matchasnacks. Manchmal lauern die Matchaüberraschungen aber gar nicht im Supermarkt, sondern irgendwo auf unserem Weg. Allerdings müssen wir das Projekt „Matcha Me“ wohl auch für andere grüne Teesnacks öffnen. Denn mittlerweile haben sich einige Nicht-Matcha Snacks eingeschlichen: Häagen Dazs hat zum Beispiel nur Grüntee auf die Etiketten geschrieben, ohne zu spezifizieren, ob es sich um Matcha handelt (wahrscheinlich eher nicht); und die nicht extrastarke Variante von Kit Kat enthält Gyokuro. Aber hey, das macht nichts. Wir lieben alle grünen Teeköstlichkeiten.

Hier also Teil 2 von Matcha Me:

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Nr. 11: Matchasofteis
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Nr. 12: Matchamochi mit Matchasahnefüllung
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Nr. 13: Amanatto mit Ankofüllung, weißer Schokolade und Matcha
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Nr. 14: Bourbon Matchakuchenecken
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Nr. 15: Matchamüsli mit getrockneten Erdbeeren
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Nr. 16: Häagen Dazs Crispy Sandwich Green Tea Fondue
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Nr. 17: Häagen Dazs Green Tea Eis
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Nr. 18: Matcha + Weiße Schokolade Muffin
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Nr. 19: Uji Gyokuro Kit Kat
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Nr. 20: Matcha Café Latte von Poppo Coffee

Matcha Me Teil 1

Matcha Me Teil 3

Matcha Me Teil 4

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Matcha Me Teil 1

Dass ich in letzter Zeit nur noch sehr unregelmäßig zum Schreiben gekommen bin liegt nicht nur am Oolongchen, sondern auch daran, dass wir seit gut einer Woche als Familie Urlaub machen. Und natürlich machen wir das in einem Teeland: Japan! Schon lange hegte ich den Traum endlich in das Land, wo Sencha und Matcha in Hülle und Fülle zu finden sind, zu fahren. Elternzeit macht’s möglich: einen Monat Teeurlaub!

Doch kaum in Japan angekommen, stelle ich so langsam aber sicher fest, dass Tee gar nicht so stark in den Alltag integriert wird, wie ich es mir so vorgestellt hatte. Klar gibt es Tee. Aber häufig ist der kalt und in Plastikflaschen. Zwar schmeckt der gar nicht so übel da er im Gegensatz zu Taiwan sehr oft ungesüßt ist, aber so ganz das Wahre ist abgefüllter Tee dann doch nicht.

Wo allerdings viel Tee, vor allem Matcha, zu finden ist, ist in Süßigkeiten und Snacks. Deswegen haben der Monsieur und ich das Projekt „Matcha Me“ gestartet, welches eigentlich nur darin besteht einen für uns noch unbekannten Snack mit Matcha zu finden und den zu essen. Da unser Urlaub ja erst begonnen hat und das Projekt deswegen noch läuft, werde ich eine kleine Reihe starten und immer mal berichten, was wir entdeckt haben.

Hier also Teil 1 von „Matcha Me“:

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Nr. 1: Dars Uji Matcha (Schokolade mit Matchafüllung)
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Nr. 2: Matchamochi mit Ankofüllung und Kinakopulver
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Nr. 3: Matcha Latte von Tully’s Coffee
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Nr. 4: Pocky Matcha (extra stark)
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Nr. 5: Kit Kat Matcha (extra stark)
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Nr. 6: Frozen Matcha Latte von Seattle’s Best Coffee
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Nr. 7: Uiro mit Matcha und rote Bohnen
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Nr. 8: meiji Schokokekse mit Matchacreme
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Nr. 9: Kartoffelchips mit Matchaschokolade
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Nr. 10: Matchaeissandwich mit schwarzem Zuckersirup

Matcha Me Teil 2

Matcha Me Teil 3

Matcha Me Teil 4

Tarobällchen und ähnliche aus Kürbis, Süßkartoffel und Urmöhre (芋圓,南瓜圓,地瓜圓,紫色胡蘿蔔圓)

Wie im letzten Beitrag angekündigt, fehlen noch ein paar Rezepte aus meinem VHS Kurs. Allerdings bin war ich in letzter Zeit der Adventszeit so mit der Weihnachtsbäckerei beschäftigt, dass ich ständig überlegt habe eher davon zu berichten. Dann wiederum fand ich das aber den Tarobällchen sehr ungerecht gegenüber, sodass sie nach langem Hin und Her nun endlich ihren Weg in die Blogosphäre schaffen sollen (Nach über 2 Monaten…). Immerhin sind sie doch so schön bunt.

Das erste Mal aß ich Tarobällchen 2011 in Jiufen (九份), einem sehr niedlichen kleinen Touristenstädtchen nordöstlich von Taipei, dass berühmt für diese kleinen Glibberbissen ist. Da es diese Bällchen fast an jeder Ecke roh und auch schon fertig zubereitet zu futtern gab, kam ich irgendwie nie auf die Idee sie selbst zu machen. Aber für meinen Kurs wollte ich es wagen. Und siehe da: fast jedes chinesische Rezept, dass ich bei meiner Suche fand, verwendete nur Taropüree und Stärke für den Hauptteig, um das Ganze dann in Wasser zu garen. Einfacher geht es ja fast nicht mehr. Allerdings hatte ich ganz schön an dem Stärkeproblem zu knabber. Ich glaube, ich habe darüber schon einmal in meinem Bubbleteabubblebeitrag geschrieben: es herrscht eine unglaubliche Uneinigkeit bei der Bezeichnung von Stärken im Chinesischen. Noch schlimmer wirds beim Übersetzen. In vielen Rezepten wird Tai Bai Fen (太白粉) verwendet. Diese Stärke ist sehr taiwanesisch und wird oft in taiwanesischen Rezepten verwendet. Als ich im Asialaden nachfragte, was Tai Bai Fen genau sei, antwortete mir die Verkäuferin (wahrscheinlich Chinesin?), es sei das gleiche wie Di Gua Fen (地瓜粉). Hm. Das wäre Süßkartoffelstärke oder Kartoffelstärke, je nachdem. Auf jeden Fall kaufte ich mir dann Tai Bai Fen aus Taiwan. Um sicher zu sein.

Nun aber zum eigentlichen Rezept:

Yu Yuan:

200g Taro (oder Kürbis oder Möhre oder Süßkartoffel)
50g Tai Bai Fen (Tapiokastärke) (eventuell mehr je nach Gemüseart)
Rohrohrzucker und Ingwer nach Belieben für den Zuckersirup

  1. Gemüse schälen, schnippeln und ca. 20 min weich dämpfen.
  2. Weiches Gemüse mit einer Gabel zerdrücken.
  3. Püree etwas abkühlen lassen und mit der Stärke zu einem glatten Teig vermengen. Wenn der Teig zu sehr klebt, einfach etwas mehr Stärke nehmen. Gerade beim Kürbis hatte ich das Problem, dass die Konsistenz nur durch viel viel Stärke so ähnlich wie die Tarobällchen wurde. 
  4. Den Teig zu einem Strang von etwa 1cm Durchmesser ausrollen und kleine Stückchen von 1cm abtrennen.
  5. In einem Topf ausreichend Wasser zum Kochen bringen und die Stückchen kochen bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen.
  6. Für den Sirup den Zucker und Ingwer in Wasser aufkochen und etwa 10 min ziehen lassen. Lieber den Sirup etwas zu süß ansetzen, da die Bällchen komplett ungesüßt sind.
  7. In Sirup servieren.

 

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Fertige Bällchen

Da aus den angegebenen Mengen ziemlich viele Bällchen entstehen, kann man alles was zu viel ist, einfach noch roh einfrieren und dann bei Bedarf kochen.

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Tiefgefrorene Bällchen

Und nach den vielen schönen bunten Bilder jetzt der Disclaimer: Ich muss wahrscheinlich noch ein bisschen experimentieren, aber so richtig richtig begeistert haben mich meine Bällchen nicht. Und auch meine Kursteilnehmer fanden die Glibberdinger nur so naja. Kommt auch mal vor.