Matcha vs. gemahlener Sencha Teil 3: Noch mehr Eistee

Der Matcha-vs.-gemahlener-Sencha-Kampf geht in die nächste Runde. Und da es so heiß ist (und mir das Unentschieden von der letzten Runde nicht so richtig Ruhe ließ) geht es zunächste weiter mit Eistee. Diesmal gibt es einen heiß aufgegossenen und dann ratzfatz in Eiswürfeln abgekühlten Zitroneneistee, den ich mit selbstgemachtem Holunderblütensirup gesüßt habe und einen Eismilchtee.

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Vorbereitete Gläser mit Zitronenschreiben, Holunderblütensirup und Eiswürfeln
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Fertiger Eistee: links Sencha, rechts Matcha

Für den Zitronen-Holunderblüten-Eistee schüttelte ich beide Tees mit etwa 150ml 60°C heißem Wasser auf und goß dann das Ganze sofort über das im Glas vorbereitete Eis. Meine Bedenken, dass der Tee nicht komplett kalt werden würde, waren unbegründet. Dadurch, dass das Wasser ja eh schon nicht so heiß war, reichten die Eiswürfel locker aus, um alles eiskalt fertig zu machen. Da bei den zwei Eisteevarianten im letzten Post die Dosierung von 1 TL (ca. 5g) für den Sencha einmal zu stark und 1/2 TL (ca. 2-3g) für den Matcha einmal zu schwach war, entschied ich mich bei diesem Eistee für etwa 3/4 (ca. 4g) TL Pulver.

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Fertiger Eistee: links Sencha, rechts Matcha

Geschmacklich kamen beide Teesorten gut zur Geltung. Der Sencha war nicht zu stark, der Matcha war nicht zu schwach. Aber ich kann es frei heraus sagen: es gab diesmal einen ganz klaren Favoriten. MATCHA! Boah, ich war schon ziemlich geflasht als ich den ersten Schluck vom Matchaeistee nahm. Sehr lecker! Wieder ist es der runde Geschmack des Matchas, der mich voll und ganz überzeugt. Das leicht Grasige vom Sencha kann da leider nicht mithalten. Das heißt nicht, dass der Senchaeistee nicht schmeckt. Er schmeckt nur einfach nicht so dermaßen gut wie der Matcha!

Kommen wir nun aber noch zu einer etwas anderen Eisteevariante: Eismilchtee. Dass ich ja auf Milchtee stehe, konnte sicher schon dem einen oder anderen Blogbeitrag entnommen werden. Meist ist das bei mir Assam. Aber auch Matcha lässt sich prima vermilchteen. Daher also die Frage: Kann da der gemahlene Sencha mithalten? Und wie kommen die beiden Tees mit dem Vanilleeis obenauf so klar?

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Eismilchtee von oben: links Sencha, rechts Matcha

Aus Schnelligkeitsgründen schüttelte ich hier die Tees wieder kalt. Beide bekamen einen vollen TL (ca. 5g) Teepulver und einige Schlücke Wasser zum Vorschütteln und dann etwa 150 ml kalte Milch zum Fertigschütteln. Möglicherweise hätte ich vielleicht warmes oder heißes Wasser nehmen sollen, denn der Matcha hatte einige Löseschwierigkeiten. Der Sencha dagegen kam klumpfrei daher. Da das Vanilleeis süß genug war, gab ich in die Milchtees keine weitere Süße. Aber irgendwie war unser Vanilleeis viel zu weich. Das floss regelrecht in die Milchtees. Fand ich nicht ganz so toll.

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Fertiger Eismilchtee: links Sencha, rechts Matcha

Aber wie sieht es denn nun geschmacklich aus? Joah. Hm. Naja. Irgendwie sind beide nicht so prall. Liegt das am kalten Aufschütteln? Oder am seltsamen Vanilleeis? Hätte ich doch noch mehr Süße in die Getränke geben sollen? Keine Ahnung. Weder der Sencha noch der Matcha konnte mich so richtig begeistern. Kein Sieger in diesem Vergleich also.

Der Punktestand bisher:

Matcha 4:3 Sencha

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Matcha vs. gemahlener Sencha Teil 2: Eistee

Nach dem ersten Basisvergleich von Matcha und gemahlenem Sencha geht es nun sofort zum Eistee, da das Wetter einfach nach Eistee schrie. Das Tolle an Grünteepulver ist beim Eistee, dass nichts abgegossen werden muss, sondern der Tee einfach so wie er ist mit den jeweiligen Eisteezutaten kombiniert werden kann. Um gleichzeitig auch die Kaltlösefähigkeit meiner beiden Pulvertees zu testen bereitete ich meine Eistees auch stets komplett mit kaltem Wasser zu. Es ist aber natürlich auch möglich den Matcha und Sencha mit warmen Wasser aufzugießen und den Tee dann durch Eiswürfel runterzukühlen. Ein Matcha-Eistee-Rezept mit dieser Methode, das mich auch zu der Eisteevariante mit Erdbeeren inspirierte, hatte ich bei Ganz und gar saisonal gesehen. Während dort mit einem Teelöffel Matcha auf 1 l Wasser gearbeitet wird, geht es hier schon etwas härter zu. Da ich ehrlich gesagt nicht so recht wusste, wie ich meine Dosierung ansetzen sollte, verwendete ich bei meinem ersten Eisteedurchlauf je 1 TL Matcha und Sencha auf je 150 ml kaltes Wasser. Das knallt durch macht wach!

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Pulververgleich: links Sencha, rechts Matcha
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Geschüttelter Tee: links Sencha, rechts Matcha

Um mir meine Eisteezubereitung so weit es geht zu vereinfachen, füllte ich Tee und Wasser in eine Flasche und schüttelte beides (natürlich mit Deckel) bis der Tee sich gut gelöst hatte. Und dann wurde der schön aufgeschäumte Tee einfach in die vorbereiteten Gläser geschüttet. Beim ersten Versuch wurde es ein einfacher Zitroneneistee mit Rohrohrzucker.

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Vorbereiteter Zitroneneistee
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Fertiger Eistee: links Sencha, rechts Matcha

Wie schon beim Basisvergleich sind Sencha und Matcha auch beim Zitroneneistee farblich leicht voneinander zu unterscheiden: der Sencha etwas gelblich, der Matcha mit hellgrünem Schaum und schön dunkelgrüner Farbe.

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Fertiger Eistee: links Sencha, rechts Matcha

Als ich dann den ersten Schluck aus dem Senchaeisteeglas nahm, war mein erster Gedanke: „Wow, ein ganzer Teelöffel ist wohl doch etwas viel!“. Beim Matchaeistee dagegen empfand ich die Stärke als sehr angenehm. Trotz möglicher Überdosierung schmeckte der Matcha in keinster Weise bitter, sondern sehr rund. Ich war beeindruckt! Zwar hatte ich erwartet, dass der Matcha bei zusätzlichen Aromen, wie in diesem Fall Zucker und Zitrone schnell übertüncht und somit geschmacklich ausgeknockt wird, aber wie sich zeigte behält er seine Ausgewogenheit im Geschmack selbst dann bei. Beim Zitroneneistee also ein klarer Sieg für den Matcha.

Als Rückrundenchance für den Sencha entschied ich mich danach noch zu einer niedriger dosierten Eisteevariante, diesmal mit frischen Erdbeeren statt Zitronen. Dabei achtete ich auch darauf, dass die Erdbeerstückchen klein genug für meine Bubbleteastrohhalme geschnitten waren, sodass ich gleich Eistee mit Fruchttopping genießen konnte. Und anstelle eines ganzen Teelöffels Teepulver verwendete ich diesmal nur einen halben Teelöffel auf 150 ml Wasser.

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Vorbereiteter Erdbeereistee
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Fertiger Erdbeereistee: links Sencha, rechts Matcha

Das erste, was mir auffiel war die Abwesenheit von Schaum beim Schütteln der Tees. Mehr Teepulver = mehr Schaum? Als zweites fiel mir der Farbunterschied zum ersten Eisteeversuch auf. Zwar ist der Sencha nach wie vor gelblicher als der Matcha, aber beide Tees wirken von der Farbe her nicht mehr so satt.

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Fertiger Eistee: links Sencha, rechts Matcha

Geschmacklich war der Sencha in dieser Variante um einiges angenehmer als in der hochdosierten Version. Der Matcha dagegen kam geschmacklich gar nicht so richtig zum Vorschein. Aha! Bei niedriger Dosierung kann meine Hypothese also doch bestätigt werden. Dazu kommt auch noch, dass die Erdbeeren wesentlich weniger stark den gesamten Eistee aromatisierten als die Zitronen. Sprich, der Matcha hätte mit den Erdbeeren eigentich ein leichteres Spiel haben müssen. In diesem Sinne gewinnt bei niedriger Dosierung der Sencha die Runde.

Als Fazit können wir also ziehen: bei hoher Dosierung schlägt der Matcha den Sencha um Meilen, bei niedriger Dosierung ist von seinem angenehmen runden Geschmack allerdings nichts mehr zu schmecken. Der Sencha dagegen bieten mit seinem eher herberen Grünteearoma auch bei niedriger Dosierung Früchten und Zucker gut Paroli, wird bei zu hoher Dosierung allerdings unangenehm bitter.

In diesem Sinne: nach anfänglicher Führung in der zweiten Runde, holt der Sencha in der dritten Runde zum erneuten Unentschieden auf.

Matcha 3 : 3 Sencha.

 

Eigenwerbung: VHS-Kurse im Februar und März 2016

Wer sich gewundert hat, dass es in letzter Zeit öfter mal eher was zum Essen zum Tee als Tee selbst auf meinem Blog gab, der erfährt jetzt einen der Gründe: Erstmals biete ich an der VHS Bremen Kochkurse zum und mit Tee an! Nachdem Teilnehmer meines letztjährigen Shinchaseminars meinten, dass es total schön wäre, wenn wir zu dem vielen Tee auch etwas passendes zum Essen zaubern könnten, entschied ich mich das dieses Jahr endlich einmal auszuprobieren. Deswegen gibt es neben drei regulären Teeseminaren auch ein Seminar zu Dim Sum, in welchem ich vorrangig auf herzhafte Kleinigkeiten zum Tee nach südchinesischer Art eingehen werde, und ein Seminar zu süßen Kleinigkeiten zum Tee, welches Snacks nach japanischer, taiwanesischer und chinesischer Art vorstellt.20160210_VhsKurse1

 

20160210_VhsKurse2Hinsichtlich der gewohnten Teeseminare werde ich erneut das Sommerteethema aufgreifen. Beginnend mit Grüntee, welcher aufgrund seiner Frische und Leichtigkeit perfekt für Frühjahr und Sommer geeignet ist, starte ich mit dem darauf folgenden Kurs einen erneuten Versuch die Teetrendgetränke in ein etwas besseres Licht zu rücken. Mit meinen Eigenkreationen von Eistee und hausgemachtem Bubbletea hoffe ich dieses Mal genug Teilnehmer anlocken zu können. Den Abschluss meiner Frühjahrssemesterkurse macht der Kurs zu den kalten Sommertees, in welchen ich noch einmal eingehender die unterschiedlichsten Varianten Tee ohne jegliche Zusätze kalt zu genießen vorstellen werde. Einige dieser Varianten wurden schon von Radio Bremen einmal als Radiobeitrag und einmal als Beitrag bei buten un binnen erklärt.20160210_VhsKurse320160210_VhsKurse420160210_VhsKurse5

Die Anmeldung für den jeweiligen Kurs kann über die Webseite der VHS Bremen erfolgen, indem bei der Suche die jeweilige Veranstaltungsnummer (In den Kursdetailsbildern jeweils die rote Nummer) eingegeben wird und dann über ein eigenes Nutzerkonto die Anmeldung vollzogen wird. Alternativ kann man sich auch telefonisch für die Kurse anmelden: 0421 361-12345 (Servicezeiten: Mo-Fr 7-18 Uhr). Am idealsten ist eine Anmeldung bis spätestens eine Woche vor Kursbeginn, da dann die VHS besser einschätzen kann, ob genug Teilnehmer für das Stattfinden des Kurses vorhanden sind und somit mich besser informieren kann.

Kommt zahlreich, es wird lecker!