Ungefüllte Tangyuan zweifarbig (雙色湯圓)

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag zur Wintersonnenwende veröffentlichen. Daraus wurde nichts. Aber besser spät als nie. Und die nächste Wintersonnenwende kommt bestimmt.

Auch dieses Rezept gehört zu meinem VHS Kurs zu Süßigkeiten zum und mit Tee. Damit ist die Reihe dann aber abgeschlossen. Und ich kann auch mal wieder über Tee schreiben.

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Trockene Zutaten: Klebreismehl mit Schwarzteepulver links und mit gemahlenem Sencha rechts

Tang Yuan:

100g Klebreismehl
1 EL Teepulver
40g heißes Wasser
40g kaltes Wasser
Rohrohrzucker und Ingwer nach Belieben für den Sirup

  1. Das Klebreismehl mit dem Teepulver vermengen, das heiße Wasser dazu geben und umrühren.
  2. Das kalte Wasser dazugeben und zu einem Teig kneten.
  3. Den Teig zu einem Strang von etwa 1cm Durchmesser rollen, Stückchen von 1cm abtrennen und zu Bällchen rollen.
  4. In einem Topf ausreichend Wasser zum Kochen bringen und die Bällchen kochen bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen.
  5. Rohrohrzucker und Ingwer in Wasser aufkochen und etwa 10 min ziehen lassen.
  6. In Sirup servieren.
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Teigwürstchen
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Rohe Tangyuan
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Fertige Tangyuan

 

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Teepulverwirbelmantou mit Vorteig (茶粉饅頭)

Auch diesen Winter habe ich wieder Teekurse an der VHS Bremen gegeben. Leider sind die schon vorbei. Aber wie immer hatte ich eine Menge Spaß. Ganz besonders viel Freude hat mir mein erster Teekochkurs „Süße Kleinigkeiten zum und mit Tee“ gemacht, in dem ich meinen Teilnehmern so allerlei typisch ostasiatische Naschereien kreieren ließ. Das waren konkret: Baozi mit Rote-Bohnen-Füllung (meine erste Version davon gibt’s hier), Mantou mit Gemüsepüree eingefärbt, Mantou mit Teepulver eingefärbt, Gefüllte Pancakes (煎餅, Jian Bing), Taro- und andere Gemüsebällchen (芋園, Yu Yuan), und ungefüllte Tangyuan (mit Sesam gefüllte hatte ich hier schon einmal vorgestellt). Ihr merkt schon, das sind eine Menge Sachen, die hier noch nicht in der Art dokumentiert wurden. Deshalb werde ich (in hoffentlich nicht allzu langen Zeitabständen) meine verwendeten Rezepte nach und nach veröffentlichen.

Den Anfang machen meine wohl bisher besten Mantou überhaupt: mit Teepulver eingefärbte Mantou mit einem Vorteig. Durch meine Brotbackerfahrung und meine Vorliebe für Teige mit möglichst wenig Hefe und langen Gehzeiten, war ich total angetan als ich bei meiner Rezeptrecherche auf ein Mantourezept mit Vorteig stieß. Leider kann ich jetzt nicht mehr den Blog finden, von dem ich mein Rezept adaptiert habe, aber ich kann mich noch sicher daran erinnern, dass auf Carols Blogpost verwiesen wurde. Allerdings weicht mein Rezept etwas von ihrem ab, da ich Frischhefe verwende und meine Teige mit Teepulver (und einmal Kakao) eingefärbt habe.

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Mantouteig mit Matcha und Kakao

Für meinen ersten Versuch probierte ich zunächste Matcha- und Kakaowirbel aus. Aber nachdem die so super geworden sind, musste ich mir endlich auch mal anderes Teepulver außer Matcha und Sencha zulegen und es damit versuchen. Leute, Leute, Leute! Es ist gar nicht so einfach anderes Teepulver zu finden! Vielleicht war meine Recherche nicht ausführlich genug, aber ich konnte nur noch Schwarzteepulver und Rooibospulver (ist ja eigentlich kein Tee) bei KissaTea finden. Zugegeben, mit genau diesen Teepulvern habe ich schon lange geliebäugelt, aber etwa genauso lange habe ich mich geweigert sie zu kaufen, weil ich die Namen und Aufmachung ein bisschen übertrieben finde (und weil nirgends steht was das nun für ein Schwarztee ist, der da vermahlen wurde).

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Angerührtes Teepulver: links Rooibos, rechts Schwarztee
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Mantouteig mit Rooibos und Schwarztee

Jetzt aber mal zum eigentlichen Rezept:

Teepulverwirbelmantou (ergibt ca. 40 kleine Mantou)

Vorteig:

125g Weizenmehl Type 550
1g Frischhefe
75ml Wasser
1 Prise Salz

  1. Alle Zutaten vermengen und zu einem glatten nicht klebenden Teig kneten (ca. 10 Min mit Hand).
  2. Bei Raumtemperatur 6-8 Stunden gehen lassen ODER über Nacht im Kühlschrank gehen lassen (12 Stunden bei 5°C).
  3. Vor der Verwendung die Luft ausstoßen.
  4. Der Vorteig hält sich bis zu 4 Tagen im Kühlschrank.

Hauptteig:

200g Vorteig
600g Weizenmehl Type 550
4g Frischhefe
340ml lauwarme Milch (+ 30ml zusätzlich falls der Teig zu trocken ist)
60g Zucker
1 Prise Salz
pro Teepulver je 1 TL (5g) Teepulver + 1 EL (10g) Milch

  1. Alle trockenen Zutaten vermischen und langsam die Milch hinzufügen und zu einem groben Teig kneten.
  2. Den Teig halbieren. Eine Hälfte dritteln und jedes Drittel mit einer Teepulvermilch vermischen.
  3. Alle Teige einzeln zu glatten Teigen kneten und gehen lassen bis die Größe sich verdoppelt hat (ca. 2h bei Raumtemperatur, 6h im Kühlschrank).
  4. Alle Teige ausstoßen, die weiße Hälfte dritteln und flach ausrollen.
  5. Je einen weißen und einen gefärbten Teig übereinander legen, aufrollen, zu einer Rolle von etwa 3cm Durchmesser rollen und mit je 2cm Abstand Stückchen abstechen.
  6. Die Stücke ca. 1 Stunde ruhen lassen.
  7. Bei mittlerer Hitze 15 min im Dämpfkörbchen dämpfen.
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Kakaomantou vorm Dämpfen
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Matchamantou vorm Dämpfen
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Vor dem Dämpfen
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Fertige Mantou: links Schwarztee, rechts Rooibos
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Fertige Mantou: hinten Kakao, vorne Matcha

Vom Geschmack her fand ich die Matchamantou (und auch die Kakaomantou) noch einen Ticken besser als die Schwarztee-  und Rooibosmantou da die letzten beiden irgendwie nicht ganz so aromatisch waren. Aber das kann natürlich auch daran liegen, dass zwischen den beiden Mantouaktionen einige Tage lagen. Insgesamt aber war ich wirklich sehr zufrieden und bin auch schon motiviert statt des Vorteiges mal Mantou mit einem milden Weizensauerteig zu probieren.

Teeeier (茶葉蛋)

 

Unter den Snacks, die mit Tee zubereitet werden, sind Teeeier eigentlich DER Klassiker. Obwohl ich diese braunen, oft hart gekochten, Eier schon in China öfters mal gesehen habe, so habe ich sie eigentlich erst in Taiwan so richtig zu schätzen gelernt. Denn dort gibt es oft solche Eier in Bentos, die man im Bahnhof kaufen kann. Ich bin mir allerdings nicht zu 100% sicher, ob es sich hierbei auch um Teeeier handelt. Denn oft werden die Bentoeier als Lu Dan (滷蛋) bezeichnet und sind oft einfach nur braun und nicht marmoriert. Aber Freunde aus China und Taiwan meinten, dass Teeeier im Grunde auch eine Art Lu Dan seien, da sich das Lu auf Kochen in einer Würzsoße bezeichnet.

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Zugbento aus Taiwan

Da ich also gerne mal Teeeier zu Hause machen wollte, suchte ich nach Rezepten. Die gibt es wie Sand am Meer, denn Teeeier sind so einfach, dass jeder seine individuelle Abwandlung des Rezepts hat. Besonders unterhaltsam fand ich die folgende Videoerklärung.

Und noch während ich überlegte, ob ich meinen ersten Testversuch von Teeeiern schon der Welt vorstellen sollte, erschien ein Blogeintrag von Tee erleben – Teeblog.
Das kam mir wie gerufen, denn irgendwie war ich mit meinen ersten Teeeiern, die ich lose nach dem Videorezept und mit Mixiang Hong Cha gemacht hatte, nicht so vollends zufrieden. Teilweise auch, weil mir der Geschmack des Würzsuds an den Eiern nicht stark genug war.

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Hong Yu Oolong und Gewürze
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Mixiang Hong Cha und Gewürze

Deswegen probierte ich also das andere Rezept für Teeeier aus und pellte ein Ei noch vor dem Sudbad ab, sodass dieses so richtig der Teegewürzmischung ausgesetzt war.

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Zweiter Versuch: Teeeier in Hong Yu Oolong

Aber mal kurz zur generellen Zubereitung der Teeeier:

Teeeier:

Zutaten:

Eier
Tee (in meinem Fall einmal Mixiang Hong Cha und einmal Hong Yu Oolong)
Sojasauce
Zucker
Sternanis
Zimt
Lorbeer

Zubereitung:

  1. Eier nach eigener Präferenz in Wasser kochen: für harte Teeeier ruhig 10 Minuten, für eher weiche Teeeier 3 Minuten.
  2. Eier mit entweder komplett pellen oder mit einem Löffel die Schale anschlagen.
  3. Alle Zutaten in einen Topf mit Wasser geben und Eier darin einmal aufkochen.
  4. Sud mit Eiern darin abkühlen lassen und für 1-3 Tage in den Kühlschrank stellen.
  5. Zum Essen noch einmal kurz erwärmen und komplett pellen.
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Fertig gekochte Eier
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Abgepellte Teeeier
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Zweiter Versuch: geschälte vs. ungeschälte Teeeier in Hong Yu Oolong

Von meinen zwei Versuchen schmeckte mir das vollends gepellte Ei vom Hong Yu Sud am besten, wobei ich meine Teeeier lieber eher hart gekocht mag. Also eine Kombination der beiden Varianten wäre wahrscheinlich optimal. Darüber hinaus reizt mich aber auch noch das weitere Experimentieren mit anderen Teesorten.