Teeseminar im Nannuoshan: Tieguanyin – Die Königin der Oolong Tees

Als wir letztes Wochenende eigentlich wegen der Berlin Beer Week in der Hauptstadt landeten, war ein Treffen mit der besten Teefreundin natürlich nicht weit her. Und als wir dann in der zweiten Bar saßen und ich genüsslich an meinem zweiten IPA schlürfte und sich doch alles etwas mehr als gedacht drehte, war mit einem Schlag wieder alles klar als meine Freundin sagte: „Im Nannuoshan gibt es morgen ein Teeseminar. Ich glaub das ist zu Tieguanyin.“. Tieguanyin? Da muss ich hin!

Und so saßen wir voller Spannung am Sonntag um 11 Uhr im Nannuoshan und tranken zu neunt 5 verschiedene Tieguanyin. Allesamt aus China, aber sehr unterschiedlich in ihren Charakteren.

Um die Tees auch auf einer guten Basis vergleichen zu können, war die Zubereitungsart für alle Tees sehr ähnlich:

  • 3g Tee
  • auf einen Celadongaiwan mit ca. 100-120 ml Fassungsvermögen
  • mit einer Wassertemperatur von ca. 90-100°C
  • kurzes Waschen der Teeblätter
  • und variablen Ziehzeiten von ca. 30-180 sec (geschätzt, da ich keine Uhr zur Hand hatte und auch finde, dass das genaue Zeitnehmen, vor allem von Gastseite her, dem genüsslichen Teetrinken entgegenwirkt)
  • bei mehrfachen Aufgüssen; mind. 3 max. 6

Allerdings gab es große Schwankungen in der Ziehzeit von Aufguss zu Aufguss und von Tee zu Tee, sodass sich die Aufgussanzahl auch dahingehend veränderte.

Qing Xiang 2017

Der grünste aller verkosteten Tieguanyins machte den Anfang. Ich versuchte so offen es geht, diesem grünen Tieguanyin entgegenzukommen, aber es wollte mir nicht so recht gelingen. Als unser Gastgeber dann auch noch erzählte, nach welchen unreifen Früchten dieser Tee so schmecken sollte, war es leider mit meiner Offenheit komplett vorbei. Warum möchte ich unreifes Obst essen, geschweige denn Tee, der danach schmeckt, trinken? Da sind doch Bauchschmerzen vorprogrammiert, oder? Ich gab mein Bestes, aber dieser Qing Xiang Tieguanyin war überhaupt nicht mein Fall. Liegt aber wahrscheinlich auch an meiner Konditionierung auf stärker fermentierten Tieguanyin.

Meine Notizen zu diesem Tee verraten mir konkret, dass ich alle drei Aufgüsse dieses Tees zu leicht fand. Als ungefähre Ziehzeiten notierte ich 60/30/60. Diese Angaben sind in Sekunden und sollen vor allem aufzeigen, dass der erste Aufguss nach dem Wecken der Teeblätter etwa eine Minute dauerte, während der zweite wesentlich kürzer war. Dennoch waren die Blätter bereits nach dem zweiten Aufguss komplett entfaltet. Nach zwei Aufgüssen ist das für mich ein eher ungewohntes Bild. Beim entfalteten Blatt konnte man auch sehr gut erkennen, dass sämtliche braune (=anoxidierte) Teile des Blattrandes entfernt wurden, um somit ein besonders grünes Ergebnis zu erzielen.

Auf einen Blick:

Tieguanyin T214 Qing Xiang 2017 (清香鐵觀音)

Typ: leicht oxidierter Oolong, moderner TGY
Ernte: Frühjahr 2017
Kultivar: Tieguanyin
Herkunft: Anxi, Fujian, China
Pflückung: von Hand?
Höhe: ?
Röstung: keine
Preis: 7,50 € für 20 g

Chuantong Not Baked 2018

Weiter ging es mit einem traditionellen, also etwas stärker oxidierten, Tieguanyin, der allerdings nicht geröstet wurde. Vom Oxidationsgrad sagte dieser Tee mir auf jeden Fall schon eher zu als der erste, so richtig warm wurde ich mit diesem allerdings auch nicht. Denn geschmacklich war mir der Tee etwas zu unausgewogen. Das kann aber auch an der inkonstanten Aufbrühweise liegen. Als Ziehzeiten notierte ich mir für diesen Tee 60/90/60/90/60. Während der erste Aufguss also gefühlt ähnlich lange war wie beim ersten Tee, zog der zweite Aufguss sehr lange. Dementsprechend bitter war er. Was mich aber beeindruckte war der Tassengeruch des Tees. Selbst nachdem er ausgetrunken war, roch es in der Tasse nach braunem Zucker. Mjam. Den Geschmack im Mund beschrieb ich mit umami ölig. Ich weiß allerdings nicht mehr, wann ich dieses Urteil fällte, wahrscheinlich vor dem alles vernichtenden zweiten Aufguss.

Wie schon beim Qing Xiang, waren auch bei diesem Tee die Blätter bereits nach dem zweiten Aufguss komplett entfaltet. Diesmal aber waren die Blätter mit all ihren braunen Stellen so belassen worden. Es gab einige Stängel komplett ohne Blätter. Was mir auch auffiel, war die Blattform. Unser Gastgeber versicherte mir, dass es sich um das Tieguanyinkultivar handelte. Möglicherweise gibt es aufgrund der nun schon über hundertjährigen Trennung der Bäume in China und Taiwan Unterschiede. Denn mein Teelehrer erklärte mir, dass man an der rostroten Blattader, den relativ stark gezackten Seiten und dem eher spitzen Zulauf des Blattes schnell erkennen kann, ob es sich um das Tieguanyinkultivar handelt oder nicht. Nun vermisste ich beim ersten, aber auch bei diesem Tee nicht nur die rostrote Blattader, sondern auch die anderen beiden Merkmale.

Auf einen Blick:

Tieguanyin T212 Chuantong 2018 (傳統鐵觀音)

Typ: mittelstark oxidierter Oolong, traditioneller TGY
Ernte: März 2018
Kultivar: Tieguanyin
Herkunft: Anxi, Fujian, China
Pflückung: von Hand?
Höhe: ?
Röstung: keine
Preis: 9,00 € für 20 g

Chuantong Baked 2018

Nun kam es endlich zu einem gerösteten Tieguanyin. Ebenfalls traditionell verarbeitet, wie der Vorgängertee, aber zusätzlich noch über Holzkohle geröstet. Von den drei Tees, die wir bis zu diesem Punkt getrunken haben, eindeutig mein Favorit. Meine Notizen verraten mir noch, dass ich den Tassengeruch super fand. Allerdings steht da auch überröstet? sauer? Denn gerade bei den ersten Aufgüssen war ich mir noch nicht so ganz sicher, ob das was mit uns werden würde. Aber insgesamt lockerte die Teerunde auch bei diesem Tee etwas auf, sodass ich doch etwas mehr genießen konnte. Als Aufgusszeiten notierte ich 60/30/60/?/60. Den vierten Aufguss verpasste ich irgenwie, aber die anderen waren ziemlich konstant.

Auf einen Blick:

Tieguanyin T213 Chuantong Nong Xiang 2018 (傳統濃香鐵觀音)

Typ: mittelstark oxidierter Oolong, traditioneller TGY
Ernte: März 2018
Kultivar: Tieguanyin
Herkunft: Anxi, Fujian, China
Pflückung: von Hand?
Höhe: ?
Röstung: starke (?) Holzkohleröstung
Preis: 9,00 € für 20 g

High Fire Chuantong 1995

Und dann begann das wahre Spektakel. Die gelagerten Tees wurden vorgestellt. Meine Augen funkleten wahrscheinlich nur vor Neugierde. Wir hatten die Wahl zwischen einem High Fire Nong Tieganyin von 1995, einem Low Fire Tieguanyin + Benshan Mix von 1997 und einem Very High Fire Nong Tieguanyin von 2000. Ursprünglich war nur die Rede von einem der gelagerten Tees, aber wir schafften es, unseren Gastgeber zu zwei der drei Tees zu überreden und fingen mit dem 1995 High Fire an.

Der Geruch der trockenen Blätter erinnerte sehr stark an Shou Pu Erh und ich notierte mir dazu torfig, süß und fruchtig. Ein bisschen auch wie Trockenpflaume. Geschmacklich voll auf meiner Wellenlänge und entgegen meiner Erwartung auch super bei heißem Wetter zu genießen. Endlich war ich im Tieguanyinhimmel! Die Ziehzeiten schätzte ich wieder, was mit zunehmenden Gesprächen aber immer schwieriger wurde, auf: 60/90/120/300. Dieser Tee kann auch locker einfach vergessen werden und schmeckt trotzdem nicht bitter. Selbst nach 4 Aufgüssen, mit teilweise sehr langen Ziehzeiten, waren die Blätter noch nicht vollends entfaltet. Insgesamt tranken wir 6 Aufgüsse, aber wahrscheinlich hätten es locker noch mehr sein können.

Auf einen Blick:

Tieguanyin Chuantong Nong Xiang 1995 (傳統濃香鐵觀音陳年老茶)

Typ: mittelstark oxidierter gelagerter Oolong, traditioneller TGY, Chen Nian Lao Cha
Ernte: Frühjahr (?) 1995
Kultivar: Tieguanyin
Herkunft: Anxi, Fujian, China
Pflückung: von Hand (?)
Höhe: ?
Röstung: stark über Holzkohle (?)
Preis: 15,00 € für 20 g

Extra High Fire Chuantong 2000

Zum Abschluss gab es mein persönliches Highlight der Verkostung. Einen richtig stark gerösteten Tieguanyin, der nicht nur trocken, sondern auch nass mit fast schwarzen Blättern daherkommt und einfach nur unglaublich süß nach Dattel riecht. Dazu das leicht Herbrauchige. Genau mein Ding. Man merkt auch, wie begeistert ich von diesen Tee war an meinen Notizen. Es gibt keine. Ich war bei diesem Tee nicht mehr in der Lage Teezeiten oder Kritik aufzuschreiben. Alles egal.

Auch mein Monsieur fand diesen Tee besonders lecker, sodass wir davon etwas mitnehmen mussten.

Auf einen Blick:

Tieguanyin Chuantong Nong Xiang 2000 (傳統濃香鐵觀音陳年老茶)

Typ: mittelstark oxidierter gelagerter Oolong, traditioneller TGY, Chen Nian Lao Cha
Ernte: Frühjahr (?) 2000
Kultivar: Tieguanyin
Herkunft: Anxi, Fujian, China
Pflückung: von Hand (?)
Höhe: ?
Röstung: sehr stark über Holzkohle (?)
Preis: 15,00 € für 20 g

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Alles in allem also eine sehr schöne Verkostung, die für meinen Geschmack ein bisschen brauchte, aber dann bei den gelagerten Tees einen sehr leckeren Abschluss fand. Ich bin mir sicher, dass es für mich ein nächstes Mal im Nannuoshan geben wird.

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Gealterter Pomelotee (柚子老茶)

Einen Tee, den ich zwar schon mal in Taiwan gesehen hatte, aber bisher noch nie in meinem Leben probiert hatte, ist Pomelotee. Ein bisschen hatte ich mich ehrlich gesagt auch geweigert diesen Tee zu trinken, da es sich ja streng genommen um aromatisierten Tee handelt. Aber als uns der Teebauer aus Sanxia neben seinen Grüntees auch ganz stolz seine dunkelschwarzen Pomelos zeigte, wollte ich diesen natürlich auch mal testen.

Trockenes Blatt
Trockenes Blatt

Das spannende an Pomelotee ist neben dem Fakt, dass das eben Tee in einer ausgehöhlten Pomelo ist, dass der über mehrere Jahre gelagert werden muss, bis er so richtig trinkfertig ist. Bisher dachte ich immer, das wäre einfach nur Tee in einer Pomelo, aber der Teebauer erklärte mir, dass das mit dem Fruchtfleisch der Pomelo vermengter Tee ist.

Aufgegossenes Blatt
Aufgegossenes Blatt
Aufguss
Aufguss

Aufgrund der langen Lagerung und des mit dem Tee vermengtem Fruchtfleisches, ist die Pomelo beim aufgegossenen Tee überhaupt nicht zu überriechen. Und auch geschmacklich erinnert dieser Tee viel mehr an heißen Zitrusaufguss als an den typischen gealterten Tee mit markantem Aroma. Je nachdem, was man von diesem Tee erwartet, kann das toll oder enttäuschend sein. Da ich erstmal völlig unvoreingenommen rangegangen bin, fand ich das Pomeloaroma schon sehr angenehm.

Herstellung von Pomelotee
Herstellung von Pomelotee

Und da ich doch schon irgendwie geflasht war, musste so eine Pomelo auch mit. Nur weiß ich nicht, wann ich mich traue, die anzuschneiden.

Besuch der Wu Gallery (吳WU 藝廊)

Was mich an Tee ja so fasziniert ist, dass dieses Thema von so vielen unterschiedlichen Seiten betrachtet werden kann: aus Sicht des Botanikers, der sich mit den unterschiedlichen Teestrauchvarietäten beschäftigt, aus Sicht des Teebauerns, der den Tee erntet und weiter verarbeitet, aus Sicht des Röstmeisters, welcher für die geschmackliche Weiterentwicklung des Tees zuständig ist, aus der Sicht des Keramikkünstlers, der sich mit dem passenden Teegeschirr und Teezubehör beschäftigt, und natürlich die große Gemeinsamkeit aller Teeliebhaber, die Sicht des Teetrinkenden, der auf der Suche nach dem besonderen Geschmackserlebnis ist. Darüber hinaus gibt es noch weitere, vor allem künstlerische, aber auch handwerkliche Bereiche, die mit Tee verbunden werden können: Musik, Malerei, Kalligraphie, Blumenkunst, Tischlerei, Weberei, Schneiderei, Räucherstäbchenherstellung, usw. Ist es nicht beeindruckend, wie Tee so viele unterschiedliche Interessen zusammenzubringen scheint? Und das zeigt mir mein Teelehrer auch jedes Mal, wenn er mir neue Teefreunde vorstellt.

Dieses Mal nahm er mich nach Yingge (鶯歌) mit, einem Städtchen in der unmittelbaren Nähe von Taipei, welches vor allem in Nordtaiwan sehr berühmt für seine Keramik ist. Vor drei Jahren war ich schon einmal dort und besuchte das wirklich sehr schöne Keramikmuseum, sowie einen sehr alten Meister für Tonkannen, worüber ich in meinem damaligen Austauschjahrblog geschrieben habe. Da mein Teelehrer aber nicht nur einen Keramikmeister kennt, ging es diesmal zu seinem Freund Meister Wu (吳明儀), den er bei seiner Weiterbildung zu Tee- und Teekunst kennengelernt hat. Zusammen mit seiner Frau, Meisterin Lai (賴秀桃), betreibt Meister Wu eine kleine, aber wirklich sehr beeindruckende Gallerie (吳WU 藝廊). Allerdings sei die wohl gar nicht so öffentlich zugänglich, meinte mein Teelehrer.

Teetisch vor beeindruckender Wand
Teetisch vor beeindruckender Wand

Das besondere an Meister Wu und seinen Werken ist, dass er sich ständig weiter entwickelt. Auch wenn er schon die 24. (!!) Generation seiner Familie ist, die sich mit Keramik beschäftigt, so unterscheidet sich sein Stil doch sehr beachtlich von seinen Vorfahren. Denn die meisten seiner Vorfahren arbeiteten mit Porzellan, wohingegen Meister Wu sehr früh schon das Steinzeug für sich entdeckte. Zu Teekeramik ist er aber erst vor kurzem gekommen. Angefangen hatte er mit gröberen Werken: Skulpturen, Brunnen, Wasserbehälter, große Gefäße, etc. Durch seine Liebe zum Tee und auch das Ärgern darüber, dass Teekeramik oft nur hübsch aussieht aber nicht unbedingt praktisch ist, hat er sich sehr intensiv mit Tee und dazu passender Keramik auseinander gesetzt.

Zubereitung von 20 Jahre altem Tieguanyin
Zubereitung von 20 Jahre altem Tieguanyin

Da mein Teelehrer zu jedem Besuch etwas Tee mitbringt, gab es natürlich auch bei Meister Wu eine Teerunde. Zur Feier des Tages, um das Ambiente und auch die Keramik ordentlich zu würdigen, gab es einen etwa 20 Jahre alten Tieguanyin. Wirklich etwas sehr besonderes!

Markenzeichen des Meisters Wu: das Wu Ti (吳題)
Markenzeichen des Meisters Wu: das Wu Ti (吳題)

Ebenso besonders ist das Markenzeichen von Meister Wu: das Wu Ti (吳題). Dieses an ein Männchen erinnerndes Zeichen kommt von seinem Namen Wu (吳). Oft wird das Markenzeichen aber als spiegelverkehrte Variante seines Namens verwendet. Zu beginn war das Wu Ti noch sehr starr und trat oft in seiner gewohnten Form auf, aber nach und nach wurde es lebendig. Denn irgendwie erinnert es ja doch an ein Männchen. Und so kann man das Wu Ti in der gesamten Gallerie in ganz unterschiedlichen Posen sehen. Mal lehnt es lässig an eine Kanne, mal klettert es die Treppenstufen hoch, mal scheint es Sport zu machen. Gleichzeitig hat es aber immer praktischen Nutzen: als Henkel an Teekannen fungiert es oft gleichzeitig auch als Halter für den Deckel, sodass dieser nicht separat festgehalten werden muss und die Kanne ausschließlich am Wu Ti gehalten werden braucht.

Frühling Chaxi
Frühling Chaxi

Vor der eigentlichen Teerunde wurden wir aber noch sehr ausführlich durch die derzeitige Ausstellung Chu Xin (初心) geführt, die unter anderem auch aus vier Chaxi (茶席, in Deutsch etwa Teegedeck), eins für jede Jahreszeit, bestand. Jede Jahreszeit wurde von Meister Wu ganz persönlich interpretiert und eigentlich müsste ich von jedem einzelnen Bestandteil der Chaxis Bilder machen, um die Details besser zu verdeutlichen.

Sommer Chaxi
Sommer Chaxi

Das besondere an diesen Chaxis ist, dass sie komplett von Meister Wu und seiner Frau gefertigt wurden. Sie malte für jedes Chaxi ein passendes Bild und half bei Details, er stellte sämtliche Keramik- und auch Bambuswaren selbst her.

Herbst Chaxi
Herbst Chaxi

Als ich mir diese wunderschönen Chaxis ansah, war mir klar, dass ich in der Welt des Tees noch eine ganze Menge zu lernen habe. Selbst mit meiner mittlerweilen ganz guten Sammlung an Teegeschirr, bin ich wirklich noch nicht in der Lage so bedeutungstragende Gedecke zu zaubern. Die Dekofee ist wohl noch nicht ganz so in mir erwacht.

Winter Chaxi
Winter Chaxi

Vom ersten Augenblick war mein Lieblingschaxi der Jahreszeiten der Winter. Allein die Kanne, als Herzstück, war der Wahnsinn. Auch wenn man das auf dem Bild wahrscheinlich nicht so genau erkennen kann, die Tülle, sowie die Halterung der Kanne waren zwar aus Keramik, aber so detailliert gearbeitet, dass man es locker mit Holz verwechseln konnte. Und auch den Ausgießer fand ich einen Traum: von außen leicht gräulich weiß war er innen nach unten hin ins Blaue gehend glasiert, sodass man den Eindruck hatte in sehr tiefen Schnee zu blicken!

Wenn ich also mal etwas mehr Geld auf meinem Konto habe, dann werde ich auf jeden Fall in Keramikkunst investieren!