Eigenwerbung: Bubbletea und kalter Wenshan Baozhong im Radio

Tee im Radio? Das soll gehen? Ja, klar geht das. Ungefähr genauso gut wie Tee im Sommer geht! Und genau das war das Thema: Sommertees. Also begrüßte ich Birgit Reichardt in unserer kleinen, aber feinen WG und erzählte ihr bei Bubbletea und Baozhong ein bisschen was über mich, Tee und Taiwan. Und das gibt es HIER zu hören.

Wie Tee wohl im Radio klingt?
Wie Tee wohl im Radio klingt?

Da ich, wenn ich einmal angefangen habe von Tee zu reden, aber nicht mehr so schnell zu stoppen bin, hat natürlich nicht alles in den Radiobeitrag gepasst. Deswegen gibt darüber hinaus noch ein paar Infos zu kaltgebrühtem Tee, Tee on the Rocks und Bubbletea auf der dazugehörigen Webseite.

Mir hat das auf jeden Fall eine ganze Menge Spaß gemacht! Vor allem auch, weil ich es geschafft habe Birgit voll und ganz vom Bubbletea zu überzeugen!

 

Dreierlei vom Tieguanyin

Das Tolle an Tee ist, dass man prima damit spielen kann. Das meinte auch mein Teelehrer immer zu mir und pries damit besonders seinen Tieguanyin an, weil der erstens nicht zu den teuersten Tees gehört und zweitens so viele unterschiedliche Geschmacksnuancen zu bieten hat, dass man mit ihm wirklich spielen muss, um alle Seiten kennen zu lernen. Spielen klingt hier vielleicht ein bisschen komisch, das mag aber auch durch meine Übersetzung aus dem Chinesischen kommen. Im Grunde beschreibt das Spielen mit Tee vielfaches Rumprobieren. Der Tee, mit dem ich am meisten spielen durfte, ist natürlich der Muzha Tieguanyin. Der ist nur nicht heiß ein Genuss, sondern überzeugt auch eiskalt. Und dieses Dreierlei, was ich hier vorstelle, lässt sich im Grunde mit jedem Tee zubereiten: heiß, kaltgestellt, und blitzgeeist „on the rocks“. Helle, schwächer fermentierte, Tees können zusätzlich dazu auch noch kaltgebrüht werden. Bei stark fermentierten Tees, wie dieser Tieguanyin einer ist, würde ich davon abraten.

On the rocks vs. heiß
On the rocks vs. heiß

Die „On the rocks“-Variante ist mein Favorit für einen kalten Sommertieguanyin, weil der erstens viel schneller als der kaltgestellte Tee geht und zweitens durch die Blitzabkühlung auch viel besser das typische Tieguanyinaroma beibehält. Einziger Nachteil ist hier, dass der Tee durch die Eiswürfel verdünnt wird. Aber dem kann man mit etwas mehr Teeblättern locker entgegenwirken.

Kaltgestellter Tieguanyin
Kaltgestellter Tieguanyin

Kaltgestellter Tee ist im Grunde einfach nur heiß aufgegossener Tee, der nach dem Abkühlen in den Kühlschrank gestellt wird. Manche Tees verändern dabei sehr stark ihre Farbe (Assam wird wirklich seeeehr unansehnlich!) und etwas ihren Geschmack. Diese Variante ist bestens geeignet, wenn man mal zu viel Tee übrig, da der Tee einfach bis zum Verzehr im Kühlschrank gelagert werden kann. Gerade im Sommer ist kaltgestellter Tee auch ein super Durstlöscher. Und kaltgestellter Tieguanyin ist wirklich was feines.

Pu Er Bai Ya Erdbeerstückcheneistee

Der Sommer ist wieder da! Das heißt, es geht weiter mit leckeren kalten Sommerteevarianten. Diesmal sehr minimalistisch: kaltgestellter Pu Er Bai Ya mit Erdbeerstückchen. Sonst nichts. Kein Zucker, kein Gelee, keine Bubbles, kein Saft.

Tee heiß aufbrühen und anschließend kalt stellen
Tee heiß aufbrühen und anschließend kalt stellen

Pu Er Bai Ya ist ja so an sich schon total lecker, ob nun heiß- oder kaltgebrüht. Aber da ich sowieso mal weiter mit meinen Bubbleteastrohhalmen experimentieren wollte, um zu sehen, wie denn Fruchstückchen so durchpassen, durfte sich mein Pu Er Bai Ya diesmal mit Erdbeerstückchen anfreunden.

Erdbeerstückchen
Erdbeerstückchen

In den Bubbletealäden in Taiwan gab es auch viele leckere Teegetränke mit frischen Früchten. Mein absoluter Liebling war dabei stets frische Maracuja! Denn das schöne an frischer Maracuja ist, dass sie vom säuerlichen Fruchtfleisch umgebenen Kerne super als zusätzliches Topping funktionieren können. Nun ist frische Maracuja nicht gerade so einfach und in der Qualität in Deutschland zu bekommen, weswegen ich nach möglichen regionalen Früchten Ausschau hielt. Und eigentlich gibts da jetzt noch nicht so viel. Eigentlich nur Erdbeeren. Aber hey, Erdbeeren sind doch super! Und sehen gerade in Kombination mit einem weißen Tee auch richtig gut aus.

Kaltgestellter Pu Erh Bai Ya mit Erdbeerstückchen
Kaltgestellter Pu Er Bai Ya mit Erdbeerstückchen

Auch geschmacklich ist das eine wundervolle Kombo: der doch gut durchkommende charakteristische Geschmack weißen Tees mit der fruchtigen Säure der Erdbeeren! Wirklich sehr zu empfehlen! Einziger Kritikpunkt betrifft die Größe der Erdbeerstückchen. Ungefähr die Hälfte meiner Erdbeerstückchen waren zu groß für meinen Strohhalm, sodass ich den Tee schon längst vor den Erdbeeren ausgetrunken hatte. Aber hey, positiv daran ist, dass ich einfach neuen kaltgestellten Tee nachgießen konnte und schon hatte ich wieder Erdbeerstückcheneistee.

Problem: die Erdbeerstückchen waren zu groß
Problem: die Erdbeerstückchen waren zu groß

Alles in allem ein sehr einfaches und doch sehr erfrischendes Sommerteegetränk. Keine der beiden Komponenten wird von der anderen übertüncht. Es ergibt sich also ein sehr ausgewogenes Geschmackserlebnis, wobei der Pu Er Bai Ya ohne Probleme herausgeschmeckt werden kann und die Erdbeerstückchen ihn sehr gekonnt untermalen.