Eigenwerbung: Jetzt auch noch im Fernsehen

Kaum war das Radio bei mir, stand gestern auch noch das Fernsehen bei uns im „Wohnzimmer“. Denn Tee hört sich nicht nur gut an, sondern sieht auch hübsch aus. Passend zum heißen Wetter ging es wieder um Sommertees, diesmal aber ein paar andere Varianten. Für Anke Plautz und ihr Team bereitete ich diesmal einen Tieguanyin on the rocks, einen Jinxuan Zitruseistee mit Saftgeleewürfeln und einen Vanilleeismilchtee vor. Bevor wir aber zu diesen kalten Tees kamen, gab es erst einmal für alle traditionell zubereiteten Muzha Tieguanyin.

Am Set
Am Set

Es stellte sich übrigens heraus, dass Oolong wirklich super für Filmdreharbeiten ist, da das mehrmalige Aufgießen das mehrmalige Filmen sehr unterstützt. In dem wirklich schön gewordenen Beitrag geht es aber vorrangig um die Sommerteevarianten, was bei dem Wetter voll und ganz zu verstehen ist.

Jetzt aber zum Fernsehbeitrag, der gestern Abend schon bei buten un binnen lief!

Kombucha Runde 3: Jinxuan & Rougui

Nach meinem erfolgreichen ersten Versuch und dem verschenkten zweiten Versuch, kam jetzt der dritte Kombuchastreich. Diesmal ließ ich meine Scobys wieder einmal mit zwei Oolongs herumfermentieren:

  1. mit dem schönen goldigen Jinxuan Oolong
  2. mit dem gerösteten rouguiuntypischen Mingjian Rougui
Jinxuan
Jinxuan
Rougui
Rougui

Während sich die beiden Tees in den ersten Momenten des Aufbrühens noch sehr stark unterschieden, glichen sie sich mit dem Abkühlen immer mehr aneinander an. Dennoch blieb der Rougui noch ein bisschen dunkel. Gut so, sonst hätte ich die beiden später kaum noch unterscheiden können.

Fertig vorbereiteter neuer Ansatz: links Jinxuan, rechts Rougui
Fertig vorbereiteter neuer Ansatz: links Jinxuan, rechts Rougui
Nach 7 Tagen
Nach 7 Tagen
Nach 10 Tagen
Nach 10 Tagen

Diese Kombucharunde war wohl die Runde mit dem größten Scobywachstum. Wie der Jinxuanscoby in die Dicke schoss, unglaublich! Der Rouguiscoby war nicht ganz so dick, aber auch schon sehr annehmlich. Dieses Mal führte ich nur eine Ernte durch: nach 10 Tagen. Im Nachhinein war das vielleicht ein bisschen zu kurz, da der Kombucha von beiden Tees doch noch ganz schön süß war.

Geerntete Scobys
Geerntete Scobys

Interessant finde ich, wie sich die Farbe der Scobys an den Tee anpasst. Heller Tee ergibt hübsche helle Scobys, dunkler Tee ein bisschen eklig braune Scobys.

links Jinxuan, rechts Rougui
links Jinxuan, rechts Rougui

Geschmacklich ist der Jinxuan säuerlicher als der Rougui. Letzterer ist mir wirklich noch zu süß. Mein Monsieur, der nicht so gerne essigsaure Sachen, wie zum Beispiel gut durchgezogenen Kombucha, mag, fand den Rouguikombucha sehr lecker.

Nach einer Woche Kühlschranklagerung
Nach einer Woche Kühlschranklagerung

Und auch nach einer Woche im Kühlschrank änderte sich jetzt nicht so viel. Das erwartete Röstaroma, das beim Tieguanyin so schön zur Geltung kam, wollte beim Rougui nicht durchkommen.

Nach wie vor habe ich ein bisschen das Problem, dass ich gar nicht so viel Kombucha trinke wie ich mache, obwohl ich nur knapp 1,5 l alle 2 Wochen produziere. Vielleicht muss ich mich erst dran gewöhnen, aber mehr als ein paar Schlücke bekomme ich oft nicht auf einmal herunter. Nicht, weil es mir nicht schmeckt. Nein, überhaupt nicht (mein Kombucha ist voll lecker, ey!)! Eher, weil mir der Geschmack noch etwas zu stark ist.

Jinxuan Oolong Teegelee (Tea Jelly 茶凍)

Da ich für den Jinxuan Oolong meine größte Yixingkanne verwendet hatte, aber alleine gar nicht so viel Tee trinken konnte und außerdem das Wetter so schön war, entschied mich mich einen ganz leichten und dennoch leckeren Snack aus Tee zu machen: 茶凍 (chá dòng) tea jelly oder Teegelee. Im Deutschen finde ich die Bezeichnung Teegelee allerdings etwas irreführend, da dam denken könnte es handelt sich um einen Brotaufstrich. Tatsächlich geht dieser Snack hier aber eher in Richtung Götterspeise oder Wackelpudding.

Jinxuan Aufgüsse 1-4
Jinxuan Aufgüsse 1-4 zusammen gemischt

Dafür braucht man nur 3 Zutaten, nämlich:

500 ml Tee (in diesem Fall Jinxuan Oolong)
1 Packung Agartine (Gelantine dürfte auch gehen, ergibt aber eine leicht andere Konsistenz)
2-3 EL Zucker

Agartine und Zucker in Tee auflösen
Agartine und Zucker in Tee auflösen

Als erstes wird as Agartine und der Zucker im Tee aufgelöst und unter Rühren zum Kochen gebracht. Das Ganze dann etwa 2 Minuten köcheln lassen und dann einfach in Schälchen füllen.

Zum Kochen bringen
Zum Kochen bringen

Ich hab einfach mal einige meiner Teeschälchen verwendet und außerdem noch zwei etwas größere Gläser. Jetzt muss das Teegelee nur noch auskühlen und fest werden. Mit Agartine geht das sogar schon bei Zimmertemperatur. Nach etwa einer halben Stunde war das Teegelee in den Teeschälchen schon fest. Ich habe es dann aber trotzdem noch für mehrere Stunden in den Kühlschrank gestellt.

In Schälchen füllen
In Schälchen füllen

Das fertige Gelee kann dann direkt aus dem Schälchen gelöffelt, gezutscht oder gebissen werden oder aber auf ein Tellerchen gestürzt werden.

nach 2 Stunden Kühlzeit
nach 2 Stunden Kühlzeit

Durch die leichte Süße kommt der Teegeschmack noch etwas besser zum Vorschein und ist gerade gut gekühlt ein superleichter erfrischender Sommersnack. Das war bisher mein erster Versuch selbst Teegelee zu machen, aber da das so gut funktioniert hat, werde ich das auf jeden Fall noch mit anderen Teesorten probieren.