Eigenwerbung: Jetzt auch noch im Fernsehen

Kaum war das Radio bei mir, stand gestern auch noch das Fernsehen bei uns im „Wohnzimmer“. Denn Tee hört sich nicht nur gut an, sondern sieht auch hübsch aus. Passend zum heißen Wetter ging es wieder um Sommertees, diesmal aber ein paar andere Varianten. Für Anke Plautz und ihr Team bereitete ich diesmal einen Tieguanyin on the rocks, einen Jinxuan Zitruseistee mit Saftgeleewürfeln und einen Vanilleeismilchtee vor. Bevor wir aber zu diesen kalten Tees kamen, gab es erst einmal für alle traditionell zubereiteten Muzha Tieguanyin.

Am Set
Am Set

Es stellte sich übrigens heraus, dass Oolong wirklich super für Filmdreharbeiten ist, da das mehrmalige Aufgießen das mehrmalige Filmen sehr unterstützt. In dem wirklich schön gewordenen Beitrag geht es aber vorrangig um die Sommerteevarianten, was bei dem Wetter voll und ganz zu verstehen ist.

Jetzt aber zum Fernsehbeitrag, der gestern Abend schon bei buten un binnen lief!

Advertisements

Saftgeleewürfel für Bubbletea

Wie ich schon hier angekündigt hatte, werde ich nicht aufgeben, Bubbletea zu verteidigen und versuchen ihn ins rechte Licht zu rücken. Einer der Vorwürfe gegen Bubbletea ist häufig, dass das ja alles irgendwie künstlich sei. Wie ich schon mit meinen selbstgemachten Bubbles demonstriert hatte, ist das bei Tapiokastärkebubbles zumindest nicht der Fall. Aber es gibt ja noch anderen Geleekram, den man sich in den Bubbletea hauen kann. Und ich liebe Geleekram in meinem Bubbletea! Je mehr, desto besser! Aber ich meine nicht sowas wie Popping Boba (diese Dinger finde ich ziemlich widerlich!). Wenn ich von Geleekram in meinem Bubbletea rede, dann denke ich eher an Sachen, die ich in Taiwan im Bubbletea hatte. Da gab es Gelee aus Kokos (Nata de Coco 椰果), aus Ai Yü (愛玉), aus chinesischen Kräutern (仙草), aus Kaffee (咖啡凍) und diverse Agarsachen (寒天) . Nun sind viele dieser Geleesachen in Deutschland nur schwer oder kaum zu bekommen. Deswegen hatte ich die Idee, meine eigenen heimischen Geleesachen zu machen: aus Fruchtsaft.

Agartine und Saft zum Kochen bringen
Saft mit Geliermittel erwärmen, hier: Johannisbeersaft

Alles, was man braucht, ist Saft, ein Geliermittel (Agar-Agar oder Gelantine) und Zucker nach Geschmack. Für Agar-Agar-Gelee müssen alle Zutaten mindestens 2 Minuten gekocht werden. Für Gelantinegelee die Gelantine etwas im Saft quellen lassen und dann unter Erwärmen auflösen. Wenn die Saftmasse Zimmertemperatur erreicht hat, kann sie für einige Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank richtig fest werden. Gelantine wird nach meiner Erfahrung so richtig richtig fest, Agargelee behält selbst nach sehr langer Kühlzeit immer etwas Weichheit und zergeht sehr leicht. Je nach Vorliebe, kann man diese Geleeeigenschaften zu seinem Vorteil nutzen.

20150614_Grapefruitjelly2
Am besten über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen, hier: Grapefruitsaft

Bisher habe ich drei unterschiedliche Säfte zu Saftgeleewürfeln gemacht:

  • Johannisbeernektar (es gab keinen 100%igen Johannisbeersaft)
  • Orangensaft
  • Grapefruitsaft

Agargeleewürfel habe ich nur mit dem Johannisbeernektar gemacht, weil das mein erster Versuch war. Da ich die Agarwürfel aber wirklich ein bisschen zu weich fand, habe ich alle anderen Säfte mit Gelantine gelieren lassen.

Agartine-Johannisbeersaft-Würfel
Agartine-Johannisbeersaft-Würfel
Gelantine-Johannisbeersaft-Würfel
Gelantine-Johannisbeersaft-Würfel
20150614_Grapefruitjelly
Gelantine-Orangensaft-Würfel und Gelantine-Grapefruitsaft-Würfel

Und jetzt, wo die Geleewürfel fertig sind, können wir daraus Bubbletea machen! Mit meinen unterschiedlichen Saftwürfeln habe ich die folgenden Bubbleteas kreiert:

  • kaltgestellter Grüntee (Pi Luo Chun) mit Johannisbeersaftgeleewürfeln (黑醋栗凍碧螺春)
  • geeister Sencha (Morimoto Fancy Sencha) mit Orangen- und Zitronenscheiben, Minze und Orangensaftgeleewürfeln (雙C煎茶QQ)
  • kaltgestellter Sencha (Morimoto Fancy Sencha) mit Tapiokabubbles, Orangensaftgeleewürfeln und Grapefruitsaftgeleewürfeln (3Q煎茶)
Piluochun mit Johannisbeersaftgeleewürfeln: links Agartine, rechts Gelantine
Piluochun mit Johannisbeersaftgeleewürfeln: links Agartine, rechts Gelantine
Morimoto Fancy Sencha Zitruseistee mit Orangensaftgeleewürfeln
Morimoto Fancy Sencha Zitruseistee mit Orangensaftgeleewürfeln
Morimoto Fancy Sencha 3Q Bubbletea mit Orangensaftgeleewürfel, Grapefruitsaftgeleewürfel und Bubbles
Morimoto Fancy Sencha 3Q Bubbletea mit Orangensaftgeleewürfel, Grapefruitsaftgeleewürfel und Bubbles

Dass ich jetzte für alle meine Bubbleteas hier Grüntee verwendet habe, ist mehr oder weniger Zufall. Im Sommer trinke ich generell mehr Grüntee und außerdem finde ich, dass Grüntee und Saftgelee ziemlich gut zusammen passt. Aber ich würde davon abraten, die besten im Hause verfügbaren Tees dafür zu verwenden. Da die Geleewürfel schnell den Tee übertünchen können, reichen mäßig gute, etwas stärker aufgebrühte Tees vollkommen aus.

So, jetzt kann der Sommer auch langsam wieder zurück kommen.

Jinxuan Oolong Teegelee (Tea Jelly 茶凍)

Da ich für den Jinxuan Oolong meine größte Yixingkanne verwendet hatte, aber alleine gar nicht so viel Tee trinken konnte und außerdem das Wetter so schön war, entschied mich mich einen ganz leichten und dennoch leckeren Snack aus Tee zu machen: 茶凍 (chá dòng) tea jelly oder Teegelee. Im Deutschen finde ich die Bezeichnung Teegelee allerdings etwas irreführend, da dam denken könnte es handelt sich um einen Brotaufstrich. Tatsächlich geht dieser Snack hier aber eher in Richtung Götterspeise oder Wackelpudding.

Jinxuan Aufgüsse 1-4
Jinxuan Aufgüsse 1-4 zusammen gemischt

Dafür braucht man nur 3 Zutaten, nämlich:

500 ml Tee (in diesem Fall Jinxuan Oolong)
1 Packung Agartine (Gelantine dürfte auch gehen, ergibt aber eine leicht andere Konsistenz)
2-3 EL Zucker

Agartine und Zucker in Tee auflösen
Agartine und Zucker in Tee auflösen

Als erstes wird as Agartine und der Zucker im Tee aufgelöst und unter Rühren zum Kochen gebracht. Das Ganze dann etwa 2 Minuten köcheln lassen und dann einfach in Schälchen füllen.

Zum Kochen bringen
Zum Kochen bringen

Ich hab einfach mal einige meiner Teeschälchen verwendet und außerdem noch zwei etwas größere Gläser. Jetzt muss das Teegelee nur noch auskühlen und fest werden. Mit Agartine geht das sogar schon bei Zimmertemperatur. Nach etwa einer halben Stunde war das Teegelee in den Teeschälchen schon fest. Ich habe es dann aber trotzdem noch für mehrere Stunden in den Kühlschrank gestellt.

In Schälchen füllen
In Schälchen füllen

Das fertige Gelee kann dann direkt aus dem Schälchen gelöffelt, gezutscht oder gebissen werden oder aber auf ein Tellerchen gestürzt werden.

nach 2 Stunden Kühlzeit
nach 2 Stunden Kühlzeit

Durch die leichte Süße kommt der Teegeschmack noch etwas besser zum Vorschein und ist gerade gut gekühlt ein superleichter erfrischender Sommersnack. Das war bisher mein erster Versuch selbst Teegelee zu machen, aber da das so gut funktioniert hat, werde ich das auf jeden Fall noch mit anderen Teesorten probieren.