Erdbeer- und Heidelbeermochi (いちご大福, ブルーベリー大福)

Ich liebe Mochi! In allen Variationen. Doch eines meiner liebsten Mochi ist das Ichigo Daifuku, mit Erdbeeren gefüllte Mochi. Ich finde die fruchtige Säure der Erdbeere zusammen mit der süßen Rote-Bohnen-Paste und dem Reisgeschmack der weichen Hülle ist eine ganz wundervolle Kombination. Deswegen spielte ich schon eine ganze Weile mit dem Gedanken doch mal Ichigo Daifuku ganz von vorn zu machen. Klingt aufwendig, geht aber eigentlich wenn alle Zutaten zum richtigen Zeitpunkt vorrätig sind. (Ich hatte das Pech, dass beim ersten Versuch der Mochiteig zu weich war, beim zweiten Versuch die Früchte zu gären begannen, beim dritten Versuch der Mochireis alle und die Bohnenpaste aufgebraucht war. Und wenn ich es nicht endlich mal schaffe diesen Beitrag fertigzustellen, dann ist die Erdbeersaison endgültig zu Ende.)

Vom Reis zum Mochiteig

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Mochi (grob nach dem Rezept von wagashi-net):

100 g Mochireis (ich: Vollkornmochireis)
130 ml Wasser
40 g Zucker
1 EL Reissirup
Tapiokastärke zum Bestäuben

  1. Den Reis waschen.
  2. Zum Trocknen auf einem Backblech verteilen und ca. 30 min bei 100°C mit leicht geöffneter Ofentür trocknen.
  3. Getrockneten Reis in der Getreidemühle möglichst fein mahlen.
  4. Reismehl mit den restlichen Zutaten mischen.
  5. Bei starker Hitze ca. 30-45 min im Dämpfkörbchen dämpfen. Zwischendurch 1 bis 2 Mal durchrühren.
  6. Heißen Mochiteig auf ein großzügig mit Stärke bestäubtes Blech geben, etwas breit drücken und etwas abkühlen lassen.

Klassische Erdbeer- und Heidelbeermochi

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Daifuku mit Bohnenpaste:

Shiro-an (nach diesem Rezept von wagashi-net)
Koshi-an (nach dem Rezept für Shiro-an, nur mit Azukibohnen)
Erdbeeren
Heidelbeeren
Mochi
Tapiokastärke für die Hände und zum Wälzen

  1. Beeren waschen, putzen und trocken tupfen.
  2. Mit Bohnenpaste ummanteln und für max. 30 min ins Tiefkühlfach stellen.
  3. Mit Mochi ummanteln und in Tapiokastärke wälzen.

Mochi mit Schokolade

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Daifuku mit Schokolade:

100 g weiße Kuvertüre
10 g Matcha
Blaubeeren
Mochi
Matcha zum Wälzen
Kuvertüre zum Überziehen

  1. Kuvertüre klein hacken und über dem Wasserbad schmelzen.
  2. Matcha in die geschmolzene Kuvertüre sieben und gut vermischen.
  3. Blaubeeren mit Kuvertüre überziehen und abkühlen lassen.
  4. Mit Mochi ummanteln und entweder in Matcha wälzen oder mit Kuvertüre überziehen.
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Passt super zu Sencha

Insgesamt fand ich die ursprüngliche Variante mit Bohnenpaste um einiges besser als die Schokoladenmochi, da die Süße der Schokolade schnell alles überragt und dem leichten Reisgeschmack keine Chance gibt. Gleichzeitig ist die Schicht bei Schokolade um einiges dünner als bei der Bohnenpaste, was in meinen Augen die Aufschnittästhetik verringert. Aber vielleicht lässt sich eine Kombination aus beiden Varianten herstellen. Dafür müsste ich nur alle Zutaten wieder vorrätig haben.

Teepulverpavlova

Meine Japanbeiträge sind zwar noch nicht alle raus in die weite Welt geschickt worden, aber es gibt mal eben eine kleine Snackpause. Natürlich mit Tee. Und diesmal nur minimal mit Matcha. Dafür mit ganz viel Eiweiß. Denn sobald es wärmer wird und es auf dem Markt endlich wieder frische Tomaten gibt, überkommt mich die Pastamanie und hinterlässt neben viel Zufriedenheit auch eine ganze Menge Eiweiß. Ich frag mich ja seit jeher, wo die ganzen Eiweiße, die in der italienischen Küche so anfallen müssen, aufgebraucht werden. Aber italienische Küche hin oder her, jetzt gibt’s erst einmal eine große Ladung Pavlova (oder auch kleine Baisers, die man ganz prima mal zwischendurch naschen kann).

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Da ich so an die 10 Eiweiße gesammelt hatte, konnte ich schön mit Teepulver experimentieren. Als erstes durfte der Matcha aus meiner Matcha-vs.-Sencha-Testreihe dran glauben. Allerdings war gar nicht mehr so viel von ihm übrig, sodass die Pavlova nicht richtig grün wurden und auch nicht stark nach Matcha schmeckten. Außerdem habe ich den Prozess der Herstellung für den allerersten Versuch nicht dokumentiert.

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Als nächstes gab es dann gemahlenen Sencha und gemahlenen Hojicha im Vergleich. Bei beiden Pavlovasorten gab ich eine ordentliche Portion Teepulver dazu, damit das ganze auch richtig teeig schmeckt. Und tatsächlich! Mit Wumms kommt der Tee ganz wunderbar zur Geltung und die Bitterkeit kaschiert ein bisschen die Wahnsinnssüße des Baisers. Wäre das hier ein weiterer Wettebewerb zwischen Matcha und gemahlenem Sencha, dann hätte hier auf jeden Fall letzterer einen Punkt geholt. Aber das ist ein bisschen unfair, da die Dosierung ja völlig unterschiedlich war. Der Hojicha konnte mit seinem leichten Röstaroma auch völlig überzeugen. Ganz anders als der Sencha, aber auch super. In unserer WG favorisierte jeder einen anderen Geschmack: meine Mitbewohnerin den leichten Matcha, mein Monsieur den Sencha, und ich den Hojicha.

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Teepulverpavlova (ergibt ca. 1-2 Backbleche):

90g Eiweiß (von ca. 3 Eiern)
90g Zucker
90g Puderzucker
10g Teepulver (ich: Matcha, Sencha, Hojicha)

  1. Eiweiße mit Zucker über dem Wasserbad warm schlagen bis die Masse 50°C erreicht und der Zucker sich gelöst hat.
  2. In der Küchenmaschine bei höchster Stufe steif schlagen bis die Masse abgekühlt ist (ca. 5-8 Min).
  3. Puderzucker mit Teepulver vermischen, über den Eischnee sieben und mit dem Teigschaber unterheben.
  4. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech spritzen.
  5. Im Ofen bei 100°C mit einem Spalt weit geöffneter Tür ca. 1,5 – 2h trocknen.
  6. Vollständig auskühlen lassen und luftdicht verpacken.

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Ja, und was macht man dann mit den Unmengen an Pavlova, die jetzt so in den Dosen lagern? Zum Einen greif ich immer mal rein, wenn es mir gerade nach einem kleinen süßen Happen steht. Dann eigenen sich die größeren Häufchen auch super als Eisschälchen. Das hatte ich beim Spritzen schon extra so geplant und für manche Eisschälchen auch ein passendes Häubchen gespritzt. Beim Hojicha hatte ich auch zwei extragroße Platten gepritzt, die ich als Tortenboden verwenden wollte. Nur leider war ich zu langsam und das Bremer Wetter zu feucht, sodass die zerfielen, bevor ich eine Chance hatte sie weiter zu verwenden.20170510_Teepavlovas9

Matcha Me Teil 4

Das ist jetzt aber wirklich der letzte Teil der Serie „Matcha Me“. Denn eigentlich sollte schon Teil 3 ein Ende des Matchaverkostens einleiten. Aber wenn wir uns einmal in den Kopf gesetzt haben, so viel Snacks wie möglich mit Matcha zu finden, dann ist der Ehrgeiz einfach zu groß. Und nach den doch nicht ganz so leckeren Sachen vom letzten Teil, fanden wir plötzlich noch den ein oder anderen Schatz. Ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala war das Eis Nr. 38, welches so matchaig wie kein anderer Snack war. Unglaublich gut! Auch lecker war der Matchacroissant, welcher noch leicht warm war als ich ihn gekauft habe. Und das Mochieis auch. Und die Schokolade von Melty Kiss auch. Ach, eigentlich war vieles in dieser Runde super. Nur der Mont Blanc am Ende ging gar nicht und der Starbucks Matcha Latte war viel zu süß. Aber sonst, super Abschluss.

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Nr. 31: Milcrea Matcha Eis
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Nr. 32: Starbucks Matcha Latte
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Nr. 33: Meltykiss Matcha
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Nr. 34: Matcha Melonpan in Froschform
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Nr. 35: Mochi Cream Ice Matcha au Lait
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Nr. 36: Matchaeissandwich
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Nr. 37: Taiyaki Matchaeis
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Nr. 38: Matchaeis (extra stark)
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Nr. 39: Matchacroissant
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Nr. 40: Matcha Mont Blanc

Matcha Me Teil 1

Matcha Me Teil 2

Matcha Me Teil 3