Auswärts Tee trinken (und auch was essen): ZeN Bremen

Erst vor kurzem habe ich durch einen Beitrag bei LoveBremen erfahren, dass es in dem Gebäude der Stadtbibliothek Bremen ja auch eine Schar neuer Restaurants gibt. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich ja bis vor kurzem noch nie in der Stadtbibliothek war, da die Unibib bisher mein zweites Zuhause war, aber ich bin beeindruckt. Von der Stadtbibliothek ebenso wie vom leckeren Essen, was es in der Wache 6 so gibt. Immerhin habe ich aber schon 3 von 6 probiert, wobei nur ein Restaurant etwas mit Tee zu tun hat: das ZeN. Ein japanisches Restaurant ohne Sushi! Allein das begeistert mich schon, weil die japanische Küche doch so viel mehr als Sushi zu bieten hat (auch wenn Sushi natürlich super ist). Das ZeN hat sich auf vegane und vegetarische Speisen spezialisiert, wobei das Angebot oft wechselnd und sehr schön überschaubar ist. Aber ich war natürlich wegen des Tees da.

20160917_zen4
Teekarte

So übersichtlich wie das Speisenangebot ist auch die Teekarte. Es gibt nur japanische Tees (Kabusecha, Sencha, Bancha, Houjicha, Matcha) und einen japanischen Kräuteraufguss (Shiso). Trotz meiner vielen Matchaexperimente, entschied ich mich für den Sencha. Mein Monsieur trinkt gerne Houjiacha, also wurde es der geröstete Tee für ihn. Was neben der Übersichtlichkeit auch im Vergleich zu anderen Bremer Teekarten auffällt, ist der Preis: 2,80 €  für ein Kännchen mit 3 Aufgüssen ist unschlagbar! (ZurErinnerung: Café Tölke 4,80€, Café Knigge 4,90€ für 2 Tässchen pro Kännchen)

20160917_zen3
Aufgegossener Tee: links Houjicha, rechts Sencha
20160917_zen7
Aufgegossenes Blatt: links Houjicha, rechts Sencha

Ein weiterer Pluspunkt sind die total niedlichen Kyūsu, in denen der Tee aufgegossen wird! Passend dazu gibt es hübsche Keramikschälchen, in die genau jeweils eine Portion passt. Ich würde den Inhalt einer Kanne vielleicht auf 70ml schätzen, also wirklich nicht zu wenig.
Jetzt aber mal zum Geschmack des Tees: der Houjicha war super. Den fanden mein Monsieur und ich beide sehr lecker, bei allen drei Aufgüssen. Der Sencha dagegen schmeckte nicht so frisch, wie ich es von meinen japanischen Tees gewohnt bin. Aber in der Karte steht ja auch, dass der Sencha nicht aus der ersten, sondern der dritten Pflückung stammt (was ich natürlich erst jetzt beim Schreiben auf dem Foto gesehen habe…). Joah, „ganz nett“ würde ich dem Sencha geben. Nicht schlecht, aber auch nicht weltbewegend. Gut dazu geeignet von Essen begleitet zu werden.

20160917_zen1
Teesüßigkeitenkarte

Wir waren zwar schon vor 15 Uhr dort, blieben aber solange im ZeN bis das Schild mit der Teeseite umgedreht wurde. Schon vor dem Umdrehen bestellten wir zum Tee ein Sesam-Salz-Onigiri und einen Houjichapudding. Nach dem Umdrehen kam dann noch ein Taiyaki mit Kürbisfüllung dazu.

20160917_zen5
links: Onigiri mit Sesam und Salz, rechts: Houjichapudding

Ich liebe Onigiri über alles und selbst so ein simples kleines Reisdreieck mit Sesam und Salz lässt mir das Herz aufgehen. Gäbe es ein Onigiri-all-you-can-eat wäre ich sofort dabei (dann aber bitte mit unterschiedlichen Geschmäckern). Also, das Onigiri war lecker. Der Houjichapudding auch! Er ist zwar von der Konsistenz sehr anders als Pudding, den man mit deutscher Sozialisation gewohnt ist, aber für mich nicht völlig fremd, da ich Agar-Agar-Pudding schon aus Taiwan kenne. Außerdem teilte mir die nette Bedienung mit, dass noch Sojamilch im Pudding war. In dem Sinne war es sogar ein bisschen wie Dou Hua. Den Houjicha konnte ich leider nicht allzu stark herausschmecken, aber die Karamellsauce war super zum Balancieren der Süße. Denn der Pudding an sich war nicht so süß.

Das Taiyaki mit Kürbisfüllung habe ich zwar nicht so schön abgelichtet bekommen, aber auch das war ziemlich lecker. Wir hatten die Auswahl zwischen Rote-Bohnen-Füllung, Schokofüllung oder Kürbisfüllung. Da ich rote Bohnen oft auch selbst als Füllung für alles mögliche nehme (zuletzt in meinen Eishautmondkuchen) und nicht so der Schokofan bin, musste es Kürbis werden. Die Füllung an sich war nicht süß, sondern schmeckte wirklich so richtig schön nach Kürbis. Aber die Waffelhülle war dafür angenehm gesüßt. Nun bin ich kein Taiyakiexperte, sodass ich nicht weiß, ob der Teig von Taiyaki generell eher knusprig und dünn ist oder doch eher fluffig weich sein sollte. Dieser hier war knusprig und dünn.

20160917_zen6
Taiyaki mit Kürbisfüllung

Mit dem Fakt im Hinterkopf, dass ich schon seit Wochen davon redete ins ZeN zu müssen und meine Erwartungen mit jedem verstrichenen Tag stiegen, ist es schon eine Leistung nicht enttäuscht worden zu sein. Zwar wurde ich auch nicht megamäßig geflasht, aber auf jeden Fall sehr zufrieden gestellt.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Auswärts Tee trinken (und auch was essen): ZeN Bremen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s