Bi Tan Piao Xue von die Kunst des Tees

Jetzt im Sommer trinke ich vermehrt gerne Grüntee. Oft sind das japanische Grüntees, da die meiner Meinung immer noch ein bisschen frischer als chinesische Grüntees schmecken. Aber da ich noch eine Teeprobe eines Grüntees von die Kunst des Tees in meiner Teekiste fand (und ich auch mal eine Abwechslung von all den Matcha- und Senchaexperimenten brauchte), dachte ich mir, dass es doch auch ruhig mal ein chinesischer Grüntee sein kann. Voller Vorfreude öffnete ich das kleine goldene Tütchen, denn Bi Tan Piao Xue kannte ich als Tee bisher nicht. Hätte ich mich mal vorher etwas schlau gemacht. Dann hätte ich gewusst, dass es sich um einen Jasmintee handelt. Hm.

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Trockenes Blatt

Ich bin ganz ehrlich: Jasmintee gehört für mich in die Kategorie „Tees, die ich nicht trinke„. Aus einem ganz einfachen Grund: es handelt sich um aromatisierten Tee. Allerdings sind an Jasmintee auch Erinnerungen geknüpft. Denn schon allein beim Duft von Jasmintee muss ich an mein erstes Mal in Beijing denken. Irgendwie gab es da überall Jasmintee. Und ich kaufte auch für meine Mama als Souvenir Jasmintee. Wahrscheinlich kauft jeder, der das erste Mal in China ist Jasmintee, weil der vor Ort einfach so viel besser schmeckt als jeder Tee, den man zuvor in Deutschland getrunken hatte. Ja, das hat vor 9 Jahren wahrscheinlich gepasst. Aber mittlerweile bin ich dem Jasmintee entwachsen und kein großer Fan mehr. Erstens schmeckt man oft den eigentlichen Tee kaum, da alles nach Jasminblüte schmeckt und zweitens sorgt genau dieser Jasminblütengeschmack für einen seifigen Geschmack.

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Verwendetes Teegeschirr

Aber hey, jetzt ist die Packung aufgerissen und außerdem hatte ich bisher auch nur positive Erfahrungen mit den Tees von die Kunst des Tees. Also gab ich dem Bi Tan Piao Xue eine Chance. Aber in welche Kanne sollte er? Tonkannen und unglasierte Keramikkannen fielen sofort raus, da ich darin nur unaromatisierte Tees aufbrühe. Also blieben im Grunde nur noch Porzellan und Glas übrig. Es wurde dann die Reiskörnerporzellankanne, da die mich vom Stil her auch an meine Beijingjasminteetage erinnert.

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Aufgüsse 1 bis 3

Joah. So schön der Tee auch vom Blatt her, trocken wie auch aufgegossen, ist, ich bin einfach kein Jasminteefan. Ich hab meine Tässchen zwar brav ausgetrunken, aber so richtig zufrieden war ich nicht. Und auch mein Monsieur meinte schon nach dem zweiten Schluck, dass es ihm zu seifig sei.

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Aufgegossenes Blatt

Auf einen Blick:

Bi Tan Piao Xue:
Herkunftsort: Fujian, China
Erntezeitpunkt: ?
Kultivar: ?
Typ: aromatisierter Grüntee
Bio-Zertifikat: nein
Preis (€/1oog): 13,50 €

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