Matcha vs. gemahlener Sencha Teil 2: Eistee

Nach dem ersten Basisvergleich von Matcha und gemahlenem Sencha geht es nun sofort zum Eistee, da das Wetter einfach nach Eistee schrie. Das Tolle an Grünteepulver ist beim Eistee, dass nichts abgegossen werden muss, sondern der Tee einfach so wie er ist mit den jeweiligen Eisteezutaten kombiniert werden kann. Um gleichzeitig auch die Kaltlösefähigkeit meiner beiden Pulvertees zu testen bereitete ich meine Eistees auch stets komplett mit kaltem Wasser zu. Es ist aber natürlich auch möglich den Matcha und Sencha mit warmen Wasser aufzugießen und den Tee dann durch Eiswürfel runterzukühlen. Ein Matcha-Eistee-Rezept mit dieser Methode, das mich auch zu der Eisteevariante mit Erdbeeren inspirierte, hatte ich bei Ganz und gar saisonal gesehen. Während dort mit einem Teelöffel Matcha auf 1 l Wasser gearbeitet wird, geht es hier schon etwas härter zu. Da ich ehrlich gesagt nicht so recht wusste, wie ich meine Dosierung ansetzen sollte, verwendete ich bei meinem ersten Eisteedurchlauf je 1 TL Matcha und Sencha auf je 150 ml kaltes Wasser. Das knallt durch macht wach!

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Pulververgleich: links Sencha, rechts Matcha
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Geschüttelter Tee: links Sencha, rechts Matcha

Um mir meine Eisteezubereitung so weit es geht zu vereinfachen, füllte ich Tee und Wasser in eine Flasche und schüttelte beides (natürlich mit Deckel) bis der Tee sich gut gelöst hatte. Und dann wurde der schön aufgeschäumte Tee einfach in die vorbereiteten Gläser geschüttet. Beim ersten Versuch wurde es ein einfacher Zitroneneistee mit Rohrohrzucker.

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Vorbereiteter Zitroneneistee
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Fertiger Eistee: links Sencha, rechts Matcha

Wie schon beim Basisvergleich sind Sencha und Matcha auch beim Zitroneneistee farblich leicht voneinander zu unterscheiden: der Sencha etwas gelblich, der Matcha mit hellgrünem Schaum und schön dunkelgrüner Farbe.

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Fertiger Eistee: links Sencha, rechts Matcha

Als ich dann den ersten Schluck aus dem Senchaeisteeglas nahm, war mein erster Gedanke: „Wow, ein ganzer Teelöffel ist wohl doch etwas viel!“. Beim Matchaeistee dagegen empfand ich die Stärke als sehr angenehm. Trotz möglicher Überdosierung schmeckte der Matcha in keinster Weise bitter, sondern sehr rund. Ich war beeindruckt! Zwar hatte ich erwartet, dass der Matcha bei zusätzlichen Aromen, wie in diesem Fall Zucker und Zitrone schnell übertüncht und somit geschmacklich ausgeknockt wird, aber wie sich zeigte behält er seine Ausgewogenheit im Geschmack selbst dann bei. Beim Zitroneneistee also ein klarer Sieg für den Matcha.

Als Rückrundenchance für den Sencha entschied ich mich danach noch zu einer niedriger dosierten Eisteevariante, diesmal mit frischen Erdbeeren statt Zitronen. Dabei achtete ich auch darauf, dass die Erdbeerstückchen klein genug für meine Bubbleteastrohhalme geschnitten waren, sodass ich gleich Eistee mit Fruchttopping genießen konnte. Und anstelle eines ganzen Teelöffels Teepulver verwendete ich diesmal nur einen halben Teelöffel auf 150 ml Wasser.

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Vorbereiteter Erdbeereistee
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Fertiger Erdbeereistee: links Sencha, rechts Matcha

Das erste, was mir auffiel war die Abwesenheit von Schaum beim Schütteln der Tees. Mehr Teepulver = mehr Schaum? Als zweites fiel mir der Farbunterschied zum ersten Eisteeversuch auf. Zwar ist der Sencha nach wie vor gelblicher als der Matcha, aber beide Tees wirken von der Farbe her nicht mehr so satt.

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Fertiger Eistee: links Sencha, rechts Matcha

Geschmacklich war der Sencha in dieser Variante um einiges angenehmer als in der hochdosierten Version. Der Matcha dagegen kam geschmacklich gar nicht so richtig zum Vorschein. Aha! Bei niedriger Dosierung kann meine Hypothese also doch bestätigt werden. Dazu kommt auch noch, dass die Erdbeeren wesentlich weniger stark den gesamten Eistee aromatisierten als die Zitronen. Sprich, der Matcha hätte mit den Erdbeeren eigentich ein leichteres Spiel haben müssen. In diesem Sinne gewinnt bei niedriger Dosierung der Sencha die Runde.

Als Fazit können wir also ziehen: bei hoher Dosierung schlägt der Matcha den Sencha um Meilen, bei niedriger Dosierung ist von seinem angenehmen runden Geschmack allerdings nichts mehr zu schmecken. Der Sencha dagegen bieten mit seinem eher herberen Grünteearoma auch bei niedriger Dosierung Früchten und Zucker gut Paroli, wird bei zu hoher Dosierung allerdings unangenehm bitter.

In diesem Sinne: nach anfänglicher Führung in der zweiten Runde, holt der Sencha in der dritten Runde zum erneuten Unentschieden auf.

Matcha 3 : 3 Sencha.

 

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