Yiwu Gushu Mini Tuocha 2014 von die Kunst des Tees

Endlich mal wieder eine Teevorstellung auf meinem Blog! Wurde ja auch mal wieder Zeit nach all dem Essen. Vor allem hab ich durch meine Teekurse wieder eine Menge leckeren Tee entdeckt.

Einer dieser Teekursentdeckungen ist dieser Yiwu Gushu Mini Tuocha. Zwar brauchte ich bei diesem Tee wirklich einige Anläufe, aber mittlerweile bin ich regelrecht vernarrt in ihn. Wie in meinem letzten Pu Erh Beitrag schon angedeutet, sorgte dieser sheng Pu Erh bei mir für eine steile Lernkurve. Nicht nur, dass ich so langsam beginne sheng Pu Erhs zu mit jedem Schluck etwas mehr zu schätzen, sondern auch, dass ich so langsam verstehe, warum mir viele meiner bisher probierten sheng Pu Erhs nicht ganz so geschmeckt haben. Wie ich durch diesen Yiwu Gushu gelernt habe, habe ich wohl das falsche Geschirr, sowie eine falsche Ziehmethode verwendet. Liebe sheng Pu Erhs, es tut mir wirklich aufrichtig Leid! Ich verspreche euch, dass ich euch noch eine zweite Chance geben werde und mein neues Wissen auf jeden Fall zu euren Gunsten einsetzen werde!

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Trockenes Blatt

Aber kommen wir zu meinem neuen Liebling. Dieser Yiwu Gushu kommt in einer schön portionierten Größe und ist schon in seiner Verpackung ausgesprochen hübsch anzusehen. Ausgepackt zeigt der kleine gepresste Ball dann auch stolz sein buntes Blatt und riecht auch schon schön typisch nach Pu Erh: ein bisschen muffig, aber aufgrund seines noch geringen Alters von gerade mal 2 Jahren, doch noch ziemlich frisch.

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Verwendetes Teegeschirr erster Versuch

Bei meinem ersten Versuch verwendete ich für den Yiwu Gushu meine Tonkanne, die ich hauptsächlich für dunkle und gealterte Tees verwende. Mein Grundgedanke dabei war: „Pu Erh ist doch im Grunde gealterter Tee“. Ja. Vom Ansatz her schon irgendwie nachvollziehbar, aber wenn das Blatt doch schon so hell daher kommt, wieso dann eine Tonkanne für dunkle Tees? Gute Frage, dachte ich mir dann, als ich doch ganz schön enttäuscht von diesem so hübsch aussehenden Tee war. Vielleicht kann der arme Tee ja gar nichts dafür. Also schaute ich mal in der Empehlung bei die Kunst des Tees nach. Und siehe da, ich solle einen Porzellangaiwan verwenden. Hätte ich die Betriebsanleitung mal vor Inbetriebnahme gelesen. Naja, no risk no fun.

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Verwendetes Teegeschirr nach einigem Kennenlernen

Für meine Teekursteilnehmer brühte ich den Pu Erh dann tatsächlich im Porzellangaiwan auf und hielt mich dazu auch noch an die ultrakurzen Brühzeiten. Also, ich stopp jetzt nicht die Zeit, aber ich goss schon nach weniger Zeit schnell wieder ab. Denn was mir bei meinem ersten Versuch auch aufgefallen ist: Der Tee ist ja so bitter!

Da ich meinen Teekursteilnehmern um keinen Preis zu bitteren Tee anbieten wollte, war ich sehr vorsichtig mit den Aufgüssen, am Anfang sogar etwas zu zaghaft. Aber siehe da! Ein Traum von Tee entfaltet sich da von Aufguss zu Aufguss und wird zwar stärker, aber nicht mehr bitter!

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Aufgüsse 1 bis 8

Seit dieser Erkenntnis habe ich diesen Tee nun schon munter meiner Mitbewohnerin und auch ein paar Freunden von ihr vorgestellt, da ich einfach so begeistern von ihm bin. Leider war es jedes Mal schon zu dunkel, sodass ich kaum Fotos machen konnte. Aber jetzt, endlich, konnte ich die Schönheit dieses Tees auch ordentlich dokumentieren. Die Aufgüsse 1-4 habe ich mit dem ersten Wasserkochdurchgang gemacht, die Aufgüsse 5-8 mit dem zweiten. Das heißt, ich habe das Wasser jeweils zum Kochen gebracht, einen ultrakurzen Aufguss gemacht und dann das Wasser, so wie es eben noch im Wasserkocher temperiert war, für die weiteren Aufgüsse verwendet. Das ist keine sehr wissenschaftliche Herangehensweise, aber sorgt für sehr unterschiedliche Aufgüsse. Und schmeckt.

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Aufgegossenes Blatt

Einen weiteren großen Pluspunkt sammelt dieser Tee auch mit seiner kontinuierlich schönen Optik. Selbst das aufgegossene Blatt ist beeindruckend: ganze Blätter von sehr beachtlicher Größe!

Auf einen Blick:

Yiwu Gushu Mini (Handmade) Tuocha
Herkunftsort: Yiwu, Yunnan, China
Erntezeitpunkt: 2014
Kultivar: Gushu
Typ: sheng Pu Erh
Bio-Zertifikat: nein
Preis (€/Stück): 2,85 €

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