Shao Mai (燒賣)

Happy Chinese New Year! Das Jahr des Feuer-Affen hat heute begonnen und dieses angeblich sehr bewegende und erlebnisreiche Jahr musste natürlich auch von mir gebührend begrüßt werden. Ganz traditionell werden zum chinesischen Neujahr Jiaozi gegessen. Aber da ich die erstens schon einmal hier vorgestellt habe, zweitens ehrlich gesagt keine Muße hatte, Jiaozi zu füllen, und drittens einfach so viel Lust auf Shao Mai hatte, gab es bei unserer kleinen Mini-Chinesisch-Neujahrs-Feier ein typisch kantonesisches Dim Sum.

Die Namen für Shao Mai sind vielfältig: Shu Mai, Siu Mai oder eben Shao Mai. Alle bezeichnen mit Shrimp-Hackfleisch-Füllung gedämpfte Dumplings. Und ich liebe diese Dinger seit dem ersten Biss. So genau weiß ich gar nicht mehr, wann genau ich sie das erste Mal probiert habe, wahrscheinlich aber so 2007 in Foshan. Wiederentdeckt habe ich meine Shao Mai Liebe in Hong Kong letztes Jahr. Und seitdem habe ich auch schon erste Gehversuche mit eigenen Shao Mai absolviert.

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Shao Mai Zutaten: Teig, Füllung, Topping

Was die Außenhülle von Shao Mai von anderen gefüllten Dim Sum unterscheidet, ist die gelbe Farbe. Denn im Gegensatz zu Jiaozi und Konsorten, enthält der Teig von Shao Mai Ei und ist somit schon relativ nahe an herkömmlichen Pastateigen dran.

Shao Mai Hüllen:

240 g Weizenmehl Type 550
1 Ei
1 TL Salz
60 – 120 ml Wasser
Speisestärke zum Ausrollen

  1. Mehl, Ei, Salz und etwa 60 ml Wasser miteinander verrühren. Je nach Teigkonsistenz das restliche Wasser dazu geben.
  2. Zu einem glatten Teig verkneten.
  3. Etwa 30-60 Minuten ruhen lassen.
  4. Mit Speisestärke bestreuen und auf die gewünschte Dicke ausrollen. Ich nutze zum Ausrollen meine Pastamaschine und rolle den Teig auf die zweitdünnste Dicke aus.
  5. In Form schneiden oder ausstechen. Ich bevorzuge für Shao Mai das Ausstechen, damit die Hüllen besonders schön gleichmäßig werden. Zum Stapeln der Hüllen zwischen jede Schicht etwas Stärke geben.

Mein Teig war für die Menge meiner Füllung viel zu viel. Die halbe Menge würde auch locker reichen. Aber da sich die Hüllen auch prima einfrieren lassen und sie außerdem auch super für Wantans oder andere Dumplings verwendet werden können, hab ich trotzdem mehr als nötig produziert.

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Shao Mai Hüllen ausstechen

Und nun kommen wir zum Herzstück dieser kleinen Leckerbissen: die Füllung.

Füllung für Shao Mai:

150 g Hackfleisch (eigentlich Schweinehack, ich habe aber gemischtes genommen)
150 g Shrimps zum Hacken
ca. 30 Shrimps im Ganzen zum Belegen (als Ersatz gehen auch Erbsen, geraspelte Möhren, Kaviar, etc.)
2 Champignons (original 15 g getrocknete Shiitakepilze, aber ich hatte eben nur frische braune Champignon da)
1/2 TL Salz
1 EL Eiswasser
1/2 EL Tapiokastärke
1/2 EL Zucker
1 EL Sesamöl
Pfeffer

  1. Shrimps und Pilze so klein wie möglich schneiden und hacken.
  2. Hackfleisch mit Salz, Tapiokastärke und Eiswasser vermischen.
  3. Shrimps, Pilze, Pfeffer, Zucker, und Sesamöl zur Hackfleischmischung hinzufügen.
  4. Pro Shao Mai Hülle etwa 1-2 TL Füllung in die Mitte geben und zusammenknautschen. Am Ende auf die geöffnete Seite einen Shrimp als Topping legen.
  5. Im Bambusdämpfkörbchen bei hoher Hitze ca. 10 Minuten dämpfen.
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Shao Mai vorm Dämpfen

Dieses Mal verwendete ich zum Dämpfen auch das erste Mal Baumwolltücher. Dass ich da nicht früher drauf gekommen bin! Lustigerweise wurde ich dazu inspiriert, als ich mir ein neues Bambusdämpfkörbchen bestellte und zu dem Körbchen gleich zwei Baumwolltücher dazu waren. Nun kam meine Bestellung leider noch nicht an, aber ich dachte mir, dass ich die Stoffdampfmethode doch schon mal mit meinem einstöckigen Dämpfkörbchen probieren könnte. Dass ich überhaupt Stoff zum Dämpfen zu Hause habe ist auch irgendwie eher Zufall als geplant gewesen. Vor Ewigkeiten hatte ich mir in Taiwan so niedliche Stofftaschentücher gekauft aber nie benutzt. Meine Mitbewohnerin brauchte dann irgendwann für ihre Sprossen im Glas ein Tuch und da fielen mir die Stofftaschentücher ein. Seitdem nutzt sie eines der Tücher für ihre Sprossen. Nun passen diese Stofftaschentücher auch perfekt in mein Dämpfkörbchen, sodass ich einfach mit diesen dämpfte. Und siehe da! Ich bin begeistert! Vielleicht bilde ich mir das ein, aber ich bin der Meinung, dass ich selten so gute Dämpfergebnisse hatte!

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Fertige Shao Mai

Alles in allem bin ich wirklich stolz auf meine Shao Mai. Sehr lecker! Und das tollste am Selbermachen ist hier wirklich, dass ich so viele Shao Mai essen kann, wie ich will. Bei meiner Shao Mai Liebe sind das so einige. Mjam.

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