Kombucha Runde 5: Longjing vs. Keemun

Von meinem letzten Kombuchaexperiment mit den zwei Varianten des Pi Luo Chuns war ich so dermaßen begeistert, dass ich beschloss zwei weitere chinesische Tees gegeneinander antreten zu lassen. Diesmal sind sie nicht miteinander verwandt, aber beide Tees stehen exemplarisch für chinesischen Grüntee, bzw. chinesischen Schwarztee: ein Xihu Longjing und ein Keemun Schwarztee. Beide Tees habe ich von chinesischen Freunden bekommen, weswegen mir wieder eine Menge Infos zu den Tees fehlen, was dafür verantwortlich ist, dass ich sie bisher nicht hier vorgestellt habe. Beide Tees sind warm sehr lecker, aber gerade der Longjing ist schon etwas älter (Ernte 2013), sodass ich mir dachte, dass es nicht schaden könnte, den für mein Kombuchaexperiment zu verwenden.

Keemun Schwarztee
Keemun Schwarztee
Longjing
Longjing
Trockenes Blatt im Vergleich: links Longjing, rechts Keemun
Trockenes Blatt im Vergleich: links Longjing, rechts Keemun
Aufgegossenes Blatt im Vergleich: links Longjing, rechts Keemun
Aufgegossenes Blatt im Vergleich: links Longjing, rechts Keemun

Vom Ansatz her waren beide Tees total hübsch und durch die warmen Tage entwickelten sich die Scobys auch ganz wunderbar. Leider waren die Scobys nicht die einzigen Lebewesen in meinen Gläsern: Irgendwie müssen diese mistigen Essigfliegen einen Weg in das Glas mit dem Keemun gefunden haben, sodass ich bei meiner Kombuchaernte so einige weiße Striche auf dem Scoby rumkriechen sah. IGITT!

Frisch angesetzter Kombucha: links Longjing rechts Keemun
Frisch angesetzter Kombucha: links Longjing rechts Keemun
Nach 10 Tagen
Nach 10 Tagen
Madenalarm beim Keemunkombucha!
Madenalarm beim Keemunkombucha!

Aufgrund des Madenbefalls entsorgte ich den obersten Scoby sofort und nach Internetkonsultation dann auch den Kombucha. Ach, tut das weh! Zwei Wochen warten für nichts. Ich habe mich dann auch nicht getraut den Keemunkombucha zu probieren, sodass ich nur den Longjing ernten konnte. Da auch noch eine Grillparty näher rückte, beschloss ich außerdem, den frisch geernteten Longjingkombucha nicht weiter zu fermentieren.

Kombuchaernte (der madenbefallene Scoby wanderte sofort in den Müll)
Kombuchaernte (der madenbefallene Scoby wanderte sofort in den Müll)
Fertiger Kombucha (den Keemunkombucha habe nicht abgefüllt)
Fertiger Kombucha (den Keemunkombucha habe nicht abgefüllt)

Nach meinen anfänglichen Erfolgen war diese Runde wirklich eine Enttäuschung. Denn neben der Trauer um meinen verlorenen Keemunkombucha ist da auch noch die leichte Unzufriedenheit mit meinem Longjing. Der ist einfach zu süß! Das liegt aber wahrscheinlich auch an der verfühten Ernte von 10 Tagen Reife, die ich beschlossen hatte, gerade weil es so warm gewesen war. So langsam frage ich mich, ob die Temperatur wirklich einen starken Einfluss auf den eigentlichen Kombuchageschmack hat.

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