Kokosmochi mit rote-Bohnen-Füllung (椰奶大福)

Am Freitag habe ich meinen Teekurs „Shincha – frischer japanischer Grüntee“ an der VHS Bremen gegeben. Gute Nachricht zuerst: Es war ein wirklich schöner Kurs. Klein und gemütlich, genau richtig für Tee. Jetzt die schlechte Nachricht: Das war mein einziger wirklich durchgeführter Kurs von meinen drei geplanten Sommerteekursen. Schade, schade, schade. Aber davon lass ich mich nicht unterkriegen! All die Tees und Ideen, die ich in den geplanten Kursen vorstellen wollte, kann ich ja nach wie vor auch hier zum besten geben.

Das heutige Rezept betrifft zwar keinen Tee, aber es hat was mit meinem Teekurs zu tun. Als ich meine Teekurse vor fast einem Jahr anmelden und beschreiben sollte, war eine Aushilfe der VHS anstelle meiner gewohnten Ansprechpartnerin da. Mit der Aushilfe hatte ich einen sehr intensiven Emailverkehr, weil sie öfters mal Tippfehler in meine Beschreibungen schmuggelte. Und diese Aushilfe schlug vor, dass ich doch auch passende Kleinigkeiten zum Tee anbieten solle. Also schrieb ich das in die Beschreibung. Und dann stand ich am Freitag da und überlegte angestrengt, was ich denn nun für Kleinigkeiten anbieten sollte. Es wurde Mochi. Denn Mochi passt super zu japanischem Tee! Und rote-Bohnen-Paste hatte ich eh noch da. Perfekt.

Die Zutaten im Uhrzeigersinn von oben beginnend: Klebreismehl, Kokosflocken, Puderzucker, Kokosmilch
Die Zutaten im Uhrzeigersinn von oben beginnend: Klebreismehl, Kokosflocken, Puderzucker, Kokosmilch

Mochi hatte ich schon oft gemacht, allerdings suche ich jedes Mal wieder aufs Neue nach einem Rezept, weil ich mir nie die Klebreis-Flüssigkeits-Verhältnisse und die Dämpfzeit merken kann. Diesmal landete ich auf einer chinesischen Seite, die mit 4 (ok, mit Bohnenpaste 5) Zutaten genau das fabrizierte, was ich brauchte. Wie schon beim Kokossago, sind alle Zutaten wieder einmal weiß (ok, bis auf die Bohnenpaste).

Rohe KLebreismasse
Rohe Klebreismasse

Zutaten:

200g Klebreismehl (糯米粉)
100g Puderzucker
200g Kokosmilch
Kokosraspeln zum Wälzen

Rote-Bohnen-Kugeln
Rote-Bohnen-Kugeln

Zubereitung:

  1. Klebreismehl, Kokosmilch und Puderzucker gut vermischen. Das mag am Anfang alles etwas sehr trocken wirken, wird aber tatsächlich ein zäher Teig.
  2. In einer mit etwas Öl ausgestrichenen Schüssel für 40 – 60 Minuten bei starker Hitze dämpfen bis die Masse durchsichtig erscheint. (Mit einem Stäbchen reinstochern und wenn es nicht mehr klebt, ist die Masse gar)
  3. Rote-Bohnen-Paste in Kügelchen formen und gegebenenfalls ins Tiefkühlfach stellen, damit sie hart werden und besser mit Mochimasse umwickelt werden können. (Ich hatte meine Bohnenpaste eh im Kühlschrank, weswegen das alles auch so ganz gut funktionierte)
  4. Die fertige Mochimasse etwas abkühlen lassen und dann in kleinen Portionen in der Handfläche flach drücken, mit Bohnenpaste füllen und zu Kugeln formen.
  5. In Kokosraspeln wälzen.
Gegarte Klebreismasse
Gegarte Klebreismasse

Und so sehen die süßen Mochibällchen dann fertig aus. Zum Reinbeißen!

Fertige Mochis
Fertige Mochis

Meine Teekursteilnehmer fanden die auch sehr lecker, weswegen ich noch extra das Rezept weiterleiten musste. Und auch ich war mit dem Ergebnis ziemlich zufrieden. Einziges Makel war die Bohnenpaste, die durch die ganzen Bohnen ein bisschen zu hart im Vergleich zu der weichen Hülle war. Also Notiz an mich: nächstes Mal passierte Bohnenpaste nehmen.

Aufgeschnittenes Mochi
Aufgeschnittenes Mochi

Und dazu ein Sencha: Ein Traum!

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