Rote-Bohnen-Paste (Red Bean Paste / 紅豆沙 / あんこ)

Rote-Bohnen-Paste ist so etwas wie die Schokocreme Asiens. Die ist überall drin, die kann man überall drauf und reinschmieren und fast jedes süßes Brötchen kann damit gefüllt sein. Wenn man das weiß und mag, ist die Welt in Ordnung. Wenn man das nicht weiß, kann das seltsam sein. Am Anfang stand ich süßen Bohnen auch sehr skeptisch gegenüber, mittlerweile LIEBE ich süße rote, grüne, weiße Bohnen, ganz oder als Paste, als Topping auf Eis oder sogar im Bubbletea.Und weil rote Bohnen aus der chinesischen/japanischen/taiwanesischen Nachtischwelt nicht wegzudenken sind, stelle ich euch heute mal vor, wie ich meine roten Bohnen mache, wenn ich keine Lust habe, die durchs Sieb zu passieren.

Eingeweichte Bohnen vor dem Kochen
Eingeweichte Bohnen vor dem Kochen

Das Rezept für die roten Bohnen habe ich wieder von diesem wundervollen Wagashiblog. Allerdings habe ich meine Zubereitung nicht ganz so ausführlich dokumentiert. (Und manchmal habe ich mich auch nicht so 100% an das Rezepte gehalten. Aber ich habe das schon einmal mindestens richtig befolgt und es wurde super!)

Für meine roten Bohnen habe ich einfach alle roten Bohnen verwendet, die ich noch im Schrank hatte. Ohne abzuwiegen. Denn das Coole an diesem Rezept ist, dass man eigentlich nur am Ende kurz abwiegen muss, wie viele Bohnen das letztendlich sind, um die Hälfte des Gewichts der Bohnen als Anhaltspunkt für die Menge des benötigten Zuckers herauszufinden. Ich habe meine Bohnen über Nacht eingeweicht und am nächsten Tag bei mäßiger Hitze mit soviel Wasser, dass die Bohnen knapp bedeckt sind, zum Kochen gebracht. Als die Bohnen dann gekocht haben, habe ich ein Glas kaltes Wasser hinzugegossen. Dann wieder kochen lassen. Dann wieder ein Glas kaltes Wasser. Dann wieder kochen lassen. Und so sehen die Bohnen dann aus:

Nach dem ersten Kochdurchgang
Nach dem ersten Kochdurchgang

Dann wird das heiße Wasser abgegossen und die Bohnen für 5 Minuten in kaltem Wasser stehen gelassen. Auch diesen Schritt habe ich zwei Mal durchgeführt. Laut Wagashi-Maniac soll das die „Gase“ verringern.

Jetzt kommt der Hauptgarteil: Ein Backpapierstück in der Größe des Topfes mit einer Öffnung in der Mitte wird direkt auf das Wasser der Bohnen gelegt, dass nur ganz knapp über den Bohnen ist. Die Bohnen müssen jetzt ca. eine Stunde weich gekocht werden.

Zweiter Kochdurchgang
Zweiter Kochdurchgang

Bei mir war leider ein bisschen zu wenig Wasser in den Bohnen, sodass sie doch aufgeplatzt sind. Aber insgesamt ist das besser als zu viel Wasser, weil ich sonst mit dem Abgießen die guten Bohneninnereien wegschütten würde. Diese abgetropften Bohnen habe ich dann gewogen und die Hälfte des Gewichts der Bohnen an Zucker abgewogen.

Fertig gekocht
Fertig gekocht

Nun muss nur noch alles in einen Topf gegeben werden und bei starker Hitze so lange eingekocht werden, bis eine feste Masse entsteht.

Dann muss die rote-Bohnen-Pase (bei mir seeeeeeeehr grob und mit ganzen Bohnen) nur noch abgefüllt werden und abkühlen. Und das sieht dann so aus:

Komplett fertig mit Zucker
Komplett fertig mit Zucker

Und wenn ihr euch jetzt fragt „Ja, was mach ich denn jetzt damit?“, dann kann ich euch sagen: eine Menge! Zum Beispiel kann man bei der Matcha-Sahne-Rolle auch noch eine Schicht rote Bohnen auf den Biskuit streichen oder unter die Sahne mengen. Man kann die Bohnen, gerade wenn sie noch schön ganz sind, auch als Topping in Milchtee oder Bubbletea geben, man kann sie als Füllung für Milchbrötchen verwenden, oder man kann sie sich aufs Brot schmieren. Und pur essen geht natürlich auch.

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