Das Kombuchaexperiment: nach zwei Wochen

Es ist soweit: die Kombuchaernte kann beginnen! Nachdem ich ja letzte Woche voller Freude meine Babyscobys bestaunt habe, beschloss ich zwei Erntevorgänge zu machen: einen nach 10 Tagen und einen nach 14 Tagen. Zum einen passte das ganz gut, da ich genau vier 330ml Glasflaschen zur Verfügung habe, und zum anderen ist das natürlich voll spannend nicht nur Baozhong und Tieguanyin miteinander zu vergleichen, sondern auch die unterschiedlichen Reifegrade des Kombuchas. Kurz vor der ersten Ernte sahen meine Kombuchaansätze so aus:

links: oben schwimmender BaozhongSCOBY rechts: abgesenkter TieguanyinSCOBY
links: oben schwimmender Baozhongscoby
rechts: abgesenkter Tieguanyinscoby

Wahrscheinlich fand das mein Tieguanyinscoby nicht so lustig, dass ich ihn schon im frühen Stadium fotografiert hatte, sodass er einfach nicht mehr an der Oberfläche schwimmen wollte. Nach der ersten Ernte senkte sich aber auch der Baozhongscoby ab. Lustigerweise bildeten sich dann bis zur zweiten Ernte zwei ganz zarte neue Scobys an den Kombuchaoberflächen. Deswegen bestand meine Scobyernte letztendlich aus je einem Mutterscoby, einem kräftigeren Babyscoby und einem zarten Babyscoby pro Teesorte.

Geerntete SCOBYs
Geerntete Scobys

In der Anleitung steht, dass man mind. 10% des Kombuchaansatzes für den neuen Ansatz zurück behalten soll, damit der Scoby sich wieder schön einnisten kann. Daher betrug meine Gesamternte an Kombucha aus zwei 1l Ansätzen jeweils 2 x 330ml. Da ich ja nach wie vor noch nicht so ganz sicher war, ob ich Kombucha überhaupt so richtig mag, war ich da erstmal vorsichtig und fand 4 kleine Flaschen total ausreichend.

Hier die zwei Abfüllungen im direkten Vergleich:

oben: erste Abfüllung Baozhong, Tieguanyin unten: zweite Abfüllung Baozhong, Tieguanyin
oben: erste Abfüllung Baozhong, Tieguanyin
unten: zweite Abfüllung Baozhong, Tieguanyin

Da die zweite Abfüllung erst nach 14 Tagen erfolgte, hatte die erste Abfüllung schon vier zusätzliche Gärtage im Kühlschrank hinter sich. Laut Anleitung soll sich bei weiterer Gärung im Kühlschrank noch Kohlensäure bilden. Bei mir tat sich aber nichts dergleichen.

Hinter hellem Hintergrund sieht man noch einmal besser, dass die zweite Abfüllung noch etwas trüber als die erste ist. Das kann aber auch einfach daran liegen, dass die Trübstoffe im Kombucha durch die frische Abfüllung aufgewirbelt worden sind und sich einfach noch nicht abgesenkt haben.

v.l.n.r.: Baozhong 1. Abfüllung (nach 10 Tagen), Baozhong 2. Abfüllung (nach 14 Tagen), Tieguanyin 1. Abfüllung, Tieguanyin 2. Abfüllung
v.l.n.r.: Baozhong 1. Abfüllung (nach 10 Tagen), Baozhong 2. Abfüllung (nach 14 Tagen), Tieguanyin 1. Abfüllung, Tieguanyin 2. Abfüllung

Jetzt aber mal zum Geschmack! Ich war total gespannt und auch ein bisschen ängstlich, denn geruchstechnisch ist Kombucha jetzt nicht wirklich angenehm. Riecht eben nach Essig. Es schmeckt auch nach Essig, aber relativ angenehm. Je nachdem, ob man gerne essighaltige Sachen mag oder nicht, kann das als mehr oder weniger leckerer empfunden werde. Ich als Essigliebende, war totdal begeistert von meinem ersten Kombucha. Vor allem gut gekühlt ist das richtig erfrischend. Aber mehr als ein paar Schlückchen kann ich nicht auf einmal trinken. Mir persönlich schmeckt die zweite Abfüllung noch etwas besser, da die erste Abfüllung doch noch sehr süß war. Der Geschmack der jeweiligen Teesorte kommt auch ziemlich gut zum Tragen. Baozhong hatte etwas leicht nussiges, beim Tieguanyin war das Röstaroma voll da.

Neuer Ansatz: links Assam, rechs Hojicha
Neuer Ansatz: links Assam, rechs Hojicha

Und da das so toll geklappt hat, habe ich gleich neuen Kombucha angesetzt. Diesmal: Assam und Hojicha.

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