Das Kombuchaexperiment: nach einer Woche

Damit ich auch ja nichts bei meinem Kombucha verpasse, habe ich fein jeden Tag ein Foto gemacht. Es ist nur irgendwie doof, dass, außer von Tag 2 zu Tag 3, keine Veränderungen sichtbar sind. Da in der Anleitung aber stand, dass man den Ansatz in den ersten Tag nicht bewegen sollte, konnte ich nur mäßig gute Fotos machen. Im Gegensatz zum ersten Beitrag, der von meiner Kombuchavorbereitung berichtete, ist hier der Tieguanyin jetzt immer links im Bild und der Baozhong rechts.

Tag 2
Tag 2
Tag3
Tag3
Tag 4
Tag 4
Tag 5
Tag 5
Tag 6
Tag 6
Tag 7
Tag 7

Eine leichte Frustration über die nicht vorhanenden Zeichen der Kombuchaentwirklich machte sich breit. Deswegen beschloss ich an Tag 7 einfach mal das Küchenpapier abzunehmen, um einen besseren Blick auf meine Teelösungen werfen zu können. Und was sehe ich da? Es hat sich doch tatsächlich in jedem Glas ein neuer Baby-SCOBY gebildet! Ich bin stolz wie Bolle!

Ohne Haube
Ohne Haube

Der Baby-Scoby vom Tieguanyin ist insgesamt noch etwas gleichmäßiger als der vom Baozhong, aber in der Anleitung steht, dass Luftbläscheneinschlüsse völlig normal sind. Da ich mich nicht getraut habe, die SCOBYs anzufassen, kann ich die Dicke nur ungefähr auf etwa 2-3mm abschätzen.

Baby-SCOBYs
Baby-SCOBYs

Da die Baby-SCOBYs noch sehr dünn sind, lasse ich die einfach weiter rumfermentieren. In ein paar Tagen werde ich dann meinen ersten Geschmackstest durchführen, denn nach einer Woche fürchte ich mich noch ein bisschen vor zu süßem Tee..

Kagoshima Sencha Yamakai von yuuki-cha

Die diesjährige Shinchasaison eröffnete ich mit meinem ganz frisch eingetroffenen Kagoshima Sencha Yamakai, welcher ein leicht gedämpfter Sencha ist. Schon im letzten Jahr hatte ich einen leicht gedämpften Sencha probiert (meinen bisher ersten leicht gedämpften Sencha überhaupt) probiert. Auch wenn der eigentlich ganz lecker war, war mir das Leichte doch einen Ticken zu leicht. Mal sehen, wir sich der Sencha Yamakai so schlägt.

Trockenes Blatt
Trockenes Blatt

Auf den ersten Blick gefällt mir das Blatt richtig gut. Schöne Nadeln, auch recht groß und hübsch dunkelgrün. Auch der Geruch des Tees ist sehr angenehm als ich die Packung öffnete.

Verwendetes Teegeschirr
Verwendetes Teegeschirr

Auf der Packung selbst ist keine Zubereitungsanleitung gegeben, deswegen nehme ich nach Gutdünken 60°C heißes Wasser und lasse ca. 1 TL (ich schütte den Tee immer nach Gefühl in die Kanne) für ca. 1 Min (auch nach Gefühl) ziehen. Je nachdem, ob mein Gefühl gut ist oder nicht, ändere ich die Parameter dann fürs nächste Mal (auch nach Gefühl). Klar, genaue Messungen aller Parameter könnten genauere Aussagen bringen, aber ehrlich gesagt habe ich da einfach keine Lust darauf. Mir ist es wichtig, dass mir der Tee schmeckt. Und das tut dieser Sencha auf jeden Fall. Angenehm leicht und lecker. Keim Wumms! und kein Bämm! aber auch nicht unbedingt langweilig. Ein Tee, den ich noch etwas näher kennen lernen sollte.

1.-3. Aufguss
1.-3. Aufguss

Auch wenn das jetzt sehr chinesisch von mir ist, ich muss Tees mehrmals aufbrühen. Und umso glücklicher macht es mich, dass dieser Sencha das richtig gut verträgt. Ohne Probleme meistert er drei Aufgüsse. Der vierte ist dann aber wirklich sehr wässrig.

Aufgegossenes Blatt
Aufgegossenes Blatt

Ach, das ist alles so schön grün hier! Genau deswegen mag ich japanische Grüntees so gerne: die sind richtig grün! Dunkelgrünes Blatt, hellgrüner Aufguss und grasgrüne nasse Teeblätter so weich wie blanchierter Spinat. Da es sich hier ja um superfrischen Biotee handelt kann man die aufgebrühten Blätter auch ohne Probleme essen. Aber nach 3 Aufgüssen ist da nicht mehr allzu viel Geschmack übrig. Für einen Salat reicht es also nicht.

Auf einen Blick:

Organic Kagoshima Sencha Yamakai 鹿児島煎茶やまかい
Herkunftsort: Hioki, Kagoshima, Japan
Erntezeitpunkt: Mitte April 2015
Kultivar: Yamakai
Typ: Asamushi Sencha (leicht gedämpft)
Bio-Zertifikat: JAS
Preis (€/100g): 10,36€

Meine Teebestellung bei yuuki-cha

Es ist Shinchazeit! Und völlig ungeduldig wartete ich auf meine Shinchabestellung aus Japan von yuuki-cha, die nun doch endlich ankam. Passend zum frischen Tee hab ich mir auch noch 4 hübsche Porzellanschälchen mit Kirschblütendruck bestellt. Lustigerweise kam am gleichen Tag auch eine Postkarte aus Japan für mich an. Sehr passend.

4 neue Teetässchen
4 neue Teetässchen

Laut yuuki-cha sind die Tässchen handgefertigte Arita-Yaki (有田焼)

Auf einen Blick:

Hana Fubuki Arita Yaki Teapot
Material: Porzellan
Herkunft: Arita, Saga, Kyushu, Japan
Künstler: ?
Maße: ∅ 7,7 cm, Höhe 5,8 cm
Volumen: 120 ml
Preis: 4,44 € pro Stück

3 frische Shinchas
3 frische Shinchas

Als ich meine Shinchas bestellt hatte, gab es noch nicht so viel Auswahl, da die Ernte gerade erst frisch eingetroffen war. Aber mittlerweile hat yuuki-cha ein größeres Angebot. Die drei Shinchas, die ich mir gekauft habe, sind allesamt Scnchas aus Kagoshima und unterscheiden sich jeweils im Dämpfungsgrad und in den verwendeten Kultivaren. Da ich erst letztes Jahr damit begonnen habe, mich etwas ausführlicher mit japanischen Tees zu beschäftigen, interessiert mich die Auswirkungen des Dämpfungsgrades auf den Geschmack des Tees besonders. Damit ich also ein bisschen mehr über japanische Shinchas lernen kann, werde ich demnächst diese drei Neulinge probieren: